Roller Girl - Manchmal ist die schiefe Bahn der richtige Weg |
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Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
**** | **** | *** | ** | ***** | *** | *** | **** | 80% |
Inhalt:
In der texanischen Kleinstadt Bodeen bemüht sich Brooke Cavendar (Marcia Gay Harden), ihre beiden Töchter zu Schönheitsköniginnen zu machen. Aber die ältere, die etwas tollpatschige 17-jährige Bliss (Ellen Page) nimmt die Wettbewerbe nicht mehr ernst, färbt sich die Haare blau und kauft sich lieber feste Treter im Second-Hand-Laden als Pumps. Zusammen mit ihrer besten Freundin Pash (Alia Shawkat) kellnert Bliss in einem Diner mit dem blöden Namen Oink Joint und in der Schule muss sie sich gefallen lassen, dass sie von den beliebten Schülern ausgegrenzt wird. Doch dann verteilen ein paar coole Mädels auf Rollschuhen Flyer für ein Rollerderby, zu dem Pash bereitwillig mit Bliss fährt. Gegen Pashs Einschätzung, dass sie nicht hart genug ist, und ohne das Wissen ihrer Eltern wird Bliss von Trainer Razor (Andrew Wilson) nach einem Probetraining aufgenommen. Zusammen mit Maggie Mayhem (Kristen Wiig), Rosa Sparks (Eve) und Smashley Simpson (Drew Barrymore) bereitet sich Bliss vor auf den Kampf gegen das Team der toughen Iron Maven (Juliette Lewis).
Kritik:
Nach einer schwierigen Jugend hat sich Kinderstar Drew Barrymore („E.T. - Der Außerirdische“) seit den 1990ern eine solide Karriere als Schauspielerin aufgebaut. Nach „Kaffee, Milch und Zucker“ und ihrem recht kurzen Auftritt in „Scream - Schrei!“ wurde die 1975 Geborene ernster genommen und begann, mit ihrer Firma Flower Films selbst zu produzieren, so z.B. „3 Engel von Charlie“, „50 erste Dates“ oder „Donnie Darko“. Mit „Roller Girl“ führt sie nun das erste Mal bei einem Spielfilm Regie.
Dies wird einerseits durch eine großartige, teils recht elektro-punkige Musikauswahl transportiert: Ramones, Peaches, The Breeder, Goose, aber auch Dolly Parton sind auf dem Soundtrack zu hören. Die Besetzung von Juliette Lewis („Natural Born Killers”, „From Dusk Till Dawn”), die selbst mehrere Rock-Alben veröffentlicht hat, bringt die nötige Rock-Glaubwürdigkeit, obwohl sie zahmer rüberkommt als in „Strange Days“ z.B. Außerdem wirkt der Film viel weniger punkrotzig, als man vielleicht erwartet. Trotz der Musik und einer guten Portion Spaß fehlen dem Film stilistische Ecken und Kanten und ein wenig mehr Tempo.
Das Thema steht Barrymore genauso gut wie ihrer perfekten Hauptdarstellerin Ellen Page („Juno“, „Hard Candy“, „Inception“). Auch Oscar-Gewinnerin Marcia Gay Harden („Mystic River“) ist eine tolle Besetzung als ehemalige Schönheitskönigin und fordernde Mutter. Und in der Maggie Mayhem aus dem Film, dargestellt von Kristen Wiig („Date Night“, „Wen die Geister lieben“) zeigt sich, dass sich Rollerderby und Familie miteinander vereinbaren lassen. Drew Barrymores erste Regiearbeit ist ein recht solides Werk geworden. Hintergrund:
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