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leer Die versunkene Stadt Z


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
** * *** *** *** - **** *** 70%
 

 
Percy Fawcett (Charlie Hunnam) ist überzeugt von einer Hochkultur versteckt im Dschungel des Amazonas. Gemeinsam mit Henry Costin (Robert Pattinson) und später seinem Sohn Jack (Tom Holland) begibt er sich auf gewagte Expeditionen. Überwiegend in düsterer Optik gehaltene Literaturverfilmung, die vor allem in der Darstellung der Ureinwohner punktet.

Die versunkene Stadt Z


Seine Herkunft steht Percys (Charlie Hunnam) Militärkarriere im Weg, so greift der junge Vater zu, als ihm eine Vermessungsexpedition in Bolivien angeboten wird. Bei dieser lernt er unter anderem Henry Costin (obert Pattinson) kennen und schätzen. Während einer langen Bootsfahrt auf dem Amazonas hört er vom Indio-Führer Geschichten über eine versunkene Stadt aus Gold und findet auch selbst nahe der Amazonas-Quelle Tonscherben, die er als Beweis mit nach England nimmt.

Die versunkene Stadt Z
Percy Fawcett, Henry Costin (Robert Pattinson) und Arthur Manley (Edward Ashley) plädieren in England für mehr Expeditionen in den Amazonas.

Tatsächlich gelingt es ihm dank der Unterstützung von James Murray (Angus Macfadyen), schon bald darauf eine Expedition anzuführen, die genau jene Stadt sucht. Doch sie müssten Murray mitnehmen, der den Strapazen nicht gewachsen ist und immer mehr zum Hindernis wird. Und auch die Indios stellen eine Herausforderung dar, doch Percys diplomatischen Geschicks ist es zu verdanken, dass die Kannibalen die Expedition verschonen.

Zurück in England fällt Percy in Ungnade und er muss in den Weltkrieg ziehen. Deshalb sieht es sehr lange danach aus, als würde er das Geheimnis von Z nie lüften können. Doch mittlerweile hat Percy auch seinen ältesten Sohn Jack (Tom Holland) angesteckt, der seinen Vater schließlich zu einer letzten Expedition überreden kann, bei der er selbst auch mitkommt.

Die versunkene Stadt Z
James Murray (Mitte, Angus Macfadyen) hilft gern, will jedoch dabei sein...


Regisseur James Gray hat sich hier an einer Adaption der Buchvorlage von David Grann versucht. Herausgekommen ist ein sehr langer, recht episodenhafter Film, der in düsteren Bildern gehalten ist. Robert Pattinson mit Vollbart ist gewöhnungsbedüftig, spielt seine Rolle aber einigermaßen unauffällig, während Charlie Hunnams leichtes Overacting von der deutschen Synchronisation geschickt kaschiert wurde. Sehr souverän sind die meisten Nebendarsteller, allen voran Tom Holland, Sienna Miller (als Percys Frau Nina) und natürlich Angus Macfadyen.

Eine der wesentlichen Aspekte der Buchvorlage, Percys Anliegen mit den Ureinwohnern respektvoll umzugehen, hat sich offenbar auch das Filmteam verinnerlicht. Vor allem zum Filmende haben die Szenen mit den Indios eine Kraft in der Bildsprache, die in gewaltigem Kontrast zu weiten Teilen des restlichen Films steht.

Die versunkene Stadt Z
Percy (Charlie Hunnam) entwickelt eine besondere Beziehung zu den Indios.

Wer hier einen Indiana-Jones-Film erwartet dürfte einigermaßen enttäuscht werden. Die Buchvorlage bietet Spielraum für Expedition und Entdeckungen, aber es gibt keine Gräber, die geöffnet werden, keine Goldschätze und auch keine Scharmützel mit anderen Schatzjägern. James Gray hat gut daran getan, dies auch nicht hinzuzudichten.

Insgesamt ist „Die versunkene Stadt Z“ eine recht gute Literaturverfilmung und ein stark auf seinen Hauptdarsteller fokussierter Abenteuerfilm, dessen Längen aber deutlich den Unterhaltungswert senken.

Die versunkene Stadt Z
Sienna Miller verkörpert Nina Fawcett, die Ehefrau der Hauptfigur. Sie ist auch die Mutter von Jack Fawcett (hier verköpert von Tom Mulheron) ...

Die versunkene Stadt Z
... welcher später als junger Mann (Tom Holland) mit seinem Vater Percy (Charlie Hunnam auf alt getrimmt) noch einmal den Amazonas bereist.

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Fakten
Originaltitel:
The Lost City of Z
 
deutscher Kinostart am:
30.03.2017
 
Genre:
Abenteuer / Literaturverfilmung
 
Regie:
James Gray
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS(70%)
 
Texte:
RS
 
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