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Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
***** | **** | *** | **** | **** | - | ** | **** | 78% |
Inhalt:
Ein verheerender Krieg hat die Menschheit erschüttert. Nach Jahrzehnten, in denen Roboter den Menschen willig dienten, begehrten diese Mitte der 90er Jahre plötzlich Freiheitsrechte, die die Menschen ihnen nicht geben wollten. Schließlich trat Ethan Skate (Stanley Tucci) mit seinem Unternehmen „Sentre“ auf den Plan, der eine technische Innovation einführte, mit der die Menschen mit ihrem Geist mechanische Drohnen steuern und damit den Robotern Einhalt gebieten können. Nachdem alle Roboter entweder zerstört oder in den zu einem riesigen Gefängnis umfunktionierten Monument Valley vertrieben wurden, erhalten die Neurocaster eine neue Funktion, in dem sie den Menschen ermöglichen, in eine Traumwelt zu entfliehen.
Jahre später lebt die Waise Michelle (Millie Bobby Brown) in einer Welt, in der die meisten Menschen nicht mehr in echt miteinander interagieren, sondern überwiegend in einer virtuellen Welt vor sich hindämmern. Als ein Roboter bei ihr auftaucht, erkennt sie, dass dieser von ihrem Bruder Christopher gesteuert wird, von dem sie eigentlich dachte, er sei bei einem Autounfall verstorben. Zunächst rettet sie den Roboter vor ihrem Pflegevater, dann macht sie sich auf die Suche nach dem Körper ihres Bruders und erhält dabei Hilfe vom Schmuggler Keats (Chris Pratt) und seinem Bot Herman. Doch auch Ethan Skate bleibt nicht untätig: Er verbündet sich mit dem Roboter-Jäger Bradbury (Giancarlo Esposito), der fortan Jagd auf Michelle, Keats und die beiden Bots macht.
Kritik:
Für die Verfilmung der Graphic-Novel-Vorlage von „Tales-from-The-Loop“-Autor Simon Stalenhag wurde von den US-Studios Universal und später Netflix mächtig aufgefahren. Man holte sich Drehbuch-Expertise von Marvel (Christopher Markus und Stephen McFeely), für die Regie die Russo-Brüder und dazu für die Musik Alan Silvestri. Ganz großes Kino also, das Erwartungen erzeugen kann – die allerdings nur zu Teilen erfüllt werden. Zunächst sind da die menschlichen Darsteller, die weitestgehend souverän durch ihren Part spielen, ohne je wirklich zu glänzen. Dann sind da die Roboter, die in ihrer Gestaltung deutlich an Animationsklassiker wie Toy Story erinnern und zu dem einen kleinen Funken Transformers abbekommen haben. Hier zeigt sich einer der deutlichsten Nachteile der deutschen Fassung. Die mit hochkarätigen Stars besetzten Originalstimmen wurden natürlich durch Synchronsprecher ersetzt, allerdings bei einigen der Bots so verfremdet, dass man kaum noch etwas verstehen kann, wenn sie sprechen.
Glücklicherweise kommt der Humor im Film nicht zu kurz. Das liegt zum einen an verrückten Ideen wie geworfenen Kühlschränken zum anderen aber auch vor allem an der Figur von Bot Herman, der stehts alle Sympathien des Publikums auf seiner Seite hat.
Hintergrund:
Zuletzt wurde das Science-Fiction-Motiv des Kindes, das einer Maschine zum Wohle eines Volkes geopfert wird, in der sechsten Folge der Star Trek Serie „Strange New Worlds“ (Wo kein Leid hinreicht) aufgegriffen.
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