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leer Projekt Wintermond


Länge Unterhaltung Spannung Action Stimmung Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** *** **** **** - * - *** 67%
 

 
Quer durch die italienisch-schweizerischen Alpen jagt ein ominöses Killer-Duo die Amerikanerin Jennifer March, die dort die Leiche ihres zwei Jahre lang verschollenen Vaters identifizieren sollte. Gleichmäßig spannender Thriller mit unspektakulärem Ende.


Die New Yorkerin Jennifer March war knapp einer Vergewaltigung entkommen, als ein Einbrecher ihre Mutter tötete und ihren Bruder so schwer verletzte, dass er heute ein Pflegefall ist. Seit jener Nacht war auch ihr Vater verschwunden, dessen Leiche nun im weit entfernten schweizer Wasenhorn-Gletscher gefunden wurde. Während Jennifer dorthin gerufen wird, um die Leiche zu identifizieren, erweckt das Ereignis auch die Aufmerksamkeit des CIA. Sie engagieren mit Mark einen mit Jennifer March befreundeten Polizisten, der sie beschatten soll, um zu verhindern, dass jemand Jennifer tötet.

Doch Mark kommt regelmäßig zu spät und so ist es am Privatdetektiv Frank McCaul, Jennifer mit all seiner Erfahrung beizustehen und sie aus den Klauen eine ominösen Killer-Duos zu befreien. Dabei hinterlassen sie im italienisch-schweizerischen Grenzgebiet eine blutige Schneise der Verwüstung.


Ohne jeglichen Anspruch auf Plausibilitäten oder Realismus, packt Glenn Meade von der ersten Seite an alles in seinen Thriller, was den Adrenalin-Pegel seiner Leser antreiben könnte. Schnell gibt es die ersten Menschenopfer und es werden spektakuläre Landschaften und Bilder in die Handlung eingebaut. Insgesamt ist das Buch deshalb sehr kurzweilig und lässt sich leicht durchlesen, ohne dass man als Leser allzu sehr beansprucht würde. Immer wieder finden sich klassische Thriller-Komponenten, die es einem sehr einfach machen: Die unterschiedlichen Personengruppen fahren jeweils andere Automarken, die Polizei ist selbst nur Opfer und kann nicht aufgesucht werden, da CIA und Russenmafia einfach mächtiger sind. Und nicht zuletzt die obligatorische Parallelhandlung, in der „zuhause“ jemand versucht, das Rätsel des „Projekt Wintermonds“ zu lösen, der damit der Rettungsanker sein könnte.

Eigentlich liefert dieser Thriller eine ganze Zeit lang ziemlich genau das, was der Leser erwartet. Leider gibt es aber weder eine stimmige Spannungskurve noch eine Auflösung, die einen wirklichen Höhepunkt darstellen würde. An irgendeiner Stelle hört die Geheimnistuerei einfach auf und die wenig spektakuläre Wahrheit hinter den ganzen Verstrickungen wird deutlich: Es geht um nichts anderes als Geld. Angesichts der Andeutungen bzgl. „innerer Sicherheit“ und des Titels „Projekt Wintermond“ ist das schon ziemlich banal. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass man doch nichts weiter als einen eher durchschnittlichen Thriller gelesen hat, der immerhin durch den Ort seiner Handlung und den professionellen Erzählstil zu unterhalten weiß.

Projekt Wintermond

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Fakten
Originaltitel:
Web of Deceit
 
Erscheinungstermin:
20.01.2005
 
Genre:
Thriller
 
Autor:
Glenn Meade
 
Dieses Buch wurde bewertet von:
RS(67%)
 
Texte:
RS
 
ISBN-13:
9783404152339

ISBN-10:
3404152336 


 




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