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Haunted Hill


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
**** ** ***** *** ** * ** *** 67%
 

 
Eine ungewöhnliche Geburtstagsparty in einem geschichtlich vorbelasteten Haus wird zu einem wahren Horrortrip für Gastgeber (Geoffrey Rush, Famke Janssen) und Partygäste (u.a. Ali Larter und Peter Gallagher)...


Die Partygäste auf dem Weg zum House on Hounted HillStephen H. Price (Geoffrey Rush) ist der Meister der Vergnügungsparks. Er liebt es, die Besucher mit ihrer eigenen Todesangst zu konfrontieren und kennt dabei nichts, was er nicht für diesen Kick tun würde. Seine Frau, die neben sexuellen Ausschweifungen auch jenen Nervenkitzel und Price’s Millionen liebt, überredet ihn dazu, ihre Geburtstagsparty in das alte "House on Haunted Hill" zu verlegen, in dem vor fast siebzig Jahren über 1000 unschuldige Menschen starben. Der wahnsinnige Dr. Vannacutt hatte in dem Haus offiziell eine angesehene Nervenheilanstalt betrieben. Hinter den dunklen Mauern allerdings betrieb er schreckliche Experimente an lebenden Versuchsobjekten, bis es zu einem Patientenaufstand kam...

Und heute möchte Evelyn Price (Famke Janssen) genau in diesem Gemäuer ihren Geburtstag feiern. Natürlich erfüllt Price ihr diesen Wunsch, dann ändert er die Gästeliste und überlegt sich ein paar Spielregeln – ein nettes Spiel, um die untreue Frau zu Tode zu erschrecken...

Doch im Haus erscheinen ganz andere Gäste (siehe Foto) – und die vermeintlichen Gags erweisen sich als tödliche Fallen. Dann verriegelt sich das Haus plötzlich von selbst. Verzweifelt suchen Sara Wolfe (Ali Larter), Watson Pritchett (Chris Kattan), Eddie Baker (Taye Diggs), Melissa Marr (Bridgette Wilson) und Dr. Blackburn (Peter Gallagher) nach einem Weg hinaus. Doch das Haus lebt – und es will Rache...


The House on Hounted Hill.. von RS: Wo ist der Anspuch? Wo bleibt der Humor? Ist da Erotik? Wo bleibt die Musik? Wo die Ironie?? Tja, wir wollen dem Regisseur William Malone hier wohl kaum unterstellen, er verstehe sein Handwerk nicht – oh nein! In "House on Hounted Hill" gibt es eine zusammenhängende Story, auch alle Personen haben einen Charakter, an vielen Stellen sind versteckte Hinweise auf das Original (House on Hounted Hill, 1958) eingebaut. Die Musik – nein besser: die gesamte Soundkulisse – wurde mit sehr viel Liebe zum Detail zusammengestellt, sogar die Synchronisation des Films ist stimmungsvoll. Also hat der Film alles, was man von einem Cineclub-Filmtipp erwarten würde?? Eigentlich schon – nur im Film selbst nützt einem das nichts...

Wer Horrorfilme nicht gewohnt ist, wird aufgrund der eigenen, überstrapazierten Nerven wohl kaum in der Lage sein, irgendetwas von den genannten Dingen mitzubekommen. Tief in den Kinosessel gedrückt wirken vor allem die bösen Schocker und die unheimliche Dauerbedrohung – so stark, dass es nicht allzu wenige (fast) dazu motiviert, schleunigst das Kino zu verlassen. Nichts für schwache Nerven also. Und kaum kommt einmal eine der "erholsamen", ruhigeren Szenen des Films, trifft man auch schon auf harte Patzer und Logik-Probleme (z.B. der Weg zum Dachboden: Mindestens 20/30 Meter aufwärts ohne Stufen durch Gänge geradeaus.) Das breite Publikum wird diesen Film also wohl eher meiden.

Für alle Horrorfilmfans kann "House on Hounted Hill" allerdings zu einem großartigen Vergnügen werden. Denn mit Splatterszenen, eingeworfenen Filmschnipseln, Sublimationen und surrealen Bildern, wahnsinnigen Folterinstrumenten und Morden wird wahrlich nicht gespart. Mit Vollgas geht es mit einem Seziermesser los – und selbst nach dem Abspann darf man noch einmal bei ein paar Bildern tief durchatmen... - Cineclub-Genretipp!

Evelyn (Famke Jannsen) wird fast von einem herunterfallenden Glassplitter aufgespießt... (House on Hounted Hill).. von Conway: Logik-Unstimmigkeiten hin oder her: "Haunted Hill" bietet das, was man sich als Besucher dieses Genrefilms erwartet: puren Horror. Schnell ist man als geneigter Zuschauer nämlich darüber informiert, worum es sich bei dem Gebäude handelt und schnell erwartet man (zurecht) das Schlimmste! Das soll man dann auch bekommen - wie bereits erwähnt, mit entsprechenden Erholungsmomenten bestückt, schließlich will man ja niemanden überfordern. Eine unheimliche Grundstimmung bleibt in diesen ruhigen Phasen jedoch stets erhalten und so bleibt der Gruselfaktor ständig weit oben und wird dann eben von derben Momenten gekrönt. Ein wenig Humor ist interessanter Weise auch vorhanden. So wirken viele Charaktere etwas überzeichnet, was den hier ausführlichen Horror vielleicht etwas entkräften soll. Ich hatte beim Zusehen jedenfalls in gewissen Momenten auch grinsen müssen, wenn überhebliche Partygänger dem Horror nicht mehr entkommen können. Es ist eben immer mehr in (auch schon längst vergangenen) schrecklichen Dingen vorhanden, als der übliche Mensch sich sich vorzustellen vermag. Oder einfacher formuliert: was feiern diese Idioten auch in so einem Ambiente?!

The House on Haunted Hill
Entsetzen im Gesicht des Gastgebers Steven B. Price (Geoffrey Rush, links): Seine Frau
Evelyn (Famke Jannsen) ist auf einer alten Foltermaschine mit Elektroschocks hingerichtet worden.
Rechts im Bild: Dr. Donald Blackburn (Peter Gallagher)

The House on Haunted HillThe House on Haunted Hill
Melissa (Bridgette Wilson) hat mehr als genug Gelegenheiten für sensationelle und "einmalige" Aufnahmen mit ihrer Kamera... Watson (Chris Cattan) gehört das Anwesen. Er ist der letzte seiner Familie, den sich das Horror-Haus noch nicht geholt hat...

The House on Haunted Hill

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Fakten
Originaltitel:
The House On Haunted Hill
 
deutscher Kinostart am:
27.04.2000
 
Genre:
Horror
 
Regie:
William Malone
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS (57%), Conway (77%)
 
Texte:
RS
 
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TV-Termine

DatumUhrzeitSender
25.07.2014 23:15 ZDF Neo
08.03.2014 23:15 ZDF Neo
²) Sendezeiten bis 05:00 Uhr sind in der Nacht zum Folgetag.


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