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Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** **** **** *** ***** *** **** ***** 90%
 

 
George Clooney verfilmt ein Drehbuch von Charlie Kaufman. Das Leben des Fernsehproduzenten und CIA-Agenten Chuck Barris ist ja auch absolut filmreif. Cineclub-Filmtipp!

Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind


Sein Name ist Charles Hirsch Barris. Er hat Popsongs geschrieben, er war Fernsehproduzent. Und er hat 33 getötet.

Geständnisse - Confessions of a Dangerous MindGeorge Clooneys Regiedebüt beschreibt das wahnsinnige Leben des Fernsehproduzenten Chuck Barris (Sam Rockwell), der die Gong Show und das amerikanische Vorbild für Herzblatt erfunden hat. Dabei war es ihm völlig egal, wie sehr die Kritik ihm eins drauf gibt. Er selbst sah es irgendwann auch so, dass er die elektromagnetischen Wellen, über die das Fernsehen ausgestrahlt wird, mit seinem Schund verseucht hat. Doch das war nicht das einzige Leben, das Chuck geführt hat. Nebenbei wurde er von der CIA engagiert, um Feinde der Nation zu eliminieren. Das war sozusagen sein Hobby, das er zur Entspannung betrieb. Dabei hatte er in jedem seiner Leben eine andere Frau. In seinem normalen Produzentenleben hatte er die süße Penny (Drew Barrymore), in seinem Agentenleben hatte er die femme fatale Patricia (Julia Roberts). Genauso zerrissen, wie das Leben des Chuck Barris war, genauso zerrissen ist auch der Film. Immer wieder wechselt Chuck seine Identität, am Ende hat sein CIA-Chef Jim Byrd (George Clooney) den genialen Einfall, er soll als Anstandshund die Paare auf Reisen in ferne Länder begleiten und nebenbei den ein oder anderen Staatsfeind ausschalten. Das Drehbuch schrieb, wie war es anders zu erwarten, der geniale Charlie Kaufman. Im Gegensatz zu seinen bisherigen Werken ist „Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind“ doch noch relativ normal geworden. Aber immerhin ein Film, der das Publikum in seinen Bann ziehen und begeistern wird.

Geständnisse - Confessions of a Dangerous MindIm Film, vor und hinter der Kamera hielt Clooney die Fäden in der Hand. Im Film spielt er den CIA-Chef von Chuck, hinter der Kamera war er erstmals der Regisseur. Auf die Frage wie der Schauspieler George Clooney den Regisseur George Clooney mag, antwortete er „Nicht besonders“. Doch scheinen viele Hollywood-Größen da anders gedacht zu haben. Julia Roberts, Drew Barrymore und Sam Rockwell haben schnell zugesagt, bei Clooneys Projekt mitzumachen. Brad Pitt und Matt Damon haben Gastauftritte. Deutlich merkt man dem Film die Einflüsse an, die er gehabt hat: Als erstes wäre Steven Soderbergh zu nennen, dann natürlich die obskuren Geschichten der Coen-Brüder, aber auch, wahrscheinlich wohl des Drehbuchs wegen, der Stammregisseur für Kaufman-Drehbücher Spike Jonze. Entsprechendes Kultpotential hat „Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind“ schon jetzt. Besonders natürlich auch, weil die Biographie-Vorlage für das Drehbuch von Chuck Barris selbst stammt und er es im Untertitel „an unauthorized autobiography“ nannte. Wie viel des Doppellebens wahr ist und wie viel der Fantasie von Chuck Barris entsprang, konnten auch die reingeschnittenen Interviewausschnitte mit ehemaligen Mitarbeitern nicht klären. Kult!

Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind

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Fakten
Originaltitel:
Confessions of a Dangerous Mind
 
deutscher Kinostart am:
24.04.2003
 
Genre:
Mediensatire
 
Regie:
Georg Clooney
 
Dieser Film wurde bewertet von:
hope(90%)
 
Texte:
hope
 
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TV-Termine

DatumUhrzeitSender
13.06.2014 20:15 ZDF Neo
04.03.2014 ²) 00:00 Arte
²) Sendezeiten bis 05:00 Uhr sind in der Nacht zum Folgetag.


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