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Identität


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
**** * ***** *** **** * **** ***** 84%
 

 
Verrückt erzählte Geschichte einer mörderischen Nacht, in der in einem Motel irgendwo auf dem Land während eines Unwetters 10 Menschen zusammenkommen, die alle am gleichen Tag Geburtstag haben... Mit John Cusack und Ray Liotta.

Identität mit John Cusack und Ray Liotta
Was für ein Unwetter: Erst verliert sie einen Schuh, dann rammt Paris
(Amanda Peet) auch noch einen Leitungsmast - das alles im offenen Cabrio...


Irgendwo im Niemandsland fährt ein Wagen. In ihm sitzt eine Familie mit einem kleinen Jungen. Plötzlich bleibt der Wagen mit einem Platten liegen. Während der Vater den Reifen wechselt, kommt es in dem unwetterartigen Regen zu einem Unfall, bei dem die Mutter verletzt wird. Ed (John Cusack) der den Unfallwagen gefahren hat, versucht verzweifelt, der armen Frau zu helfen. Schließlich fahren sie zu einem Motel, um Hilfe zu bekommen. Doch das Telefon dort ist tot und die Handys funktionieren auch nicht. Also versucht Ed, entlang der Straße Hilfe zu finden. Doch die Straße ist vom Regen unterspült und er kommt nicht sehr weit.

Identität mit John Cusack und Ray LiottaZurück im Motel treffen weitere „Gestrandete“ ein: Ein Pärchen auf dem Rückweg von der Hochzeit in Las Vegas und der Cop Rhodes (Ray Liotta), der einen Gefangenen überführen soll. Leider können weder diese vier noch der Motelbesitzer Larry (John Hawkes) oder die hübsche Paris (Amanda Peet) irgendetwas für die verletzte Alice (Leila Kenzle), die Mutter des elfjährigen Timmy (Bret Loehr) tun. Dieser muss nun mit an sehen, wie Ed seine Mutter mit Nadel und Zwirn selbst am Hals zusammen näht und ihr so das Leben rettet.

Unterdessen interessiert sich die Ex-Schauspielerin Caroline Suzan (Rebecca DeMornay), in deren Wagen Ed der Chauffeur war, überhaupt nicht für den ganzen Trubel. Sie hat ihr Handy in der Ladestation wieder aufgeladen und sucht nun in der Umgebung des Geländes nach genug „Balken“ für ein Gespräch. Doch plötzlich wird Caroline Suzan angegriffen – wenig später findet man nur noch ihren Kopf wieder, zusammen mit einem Zimmerschlüssel des Motels...

Dies ist der Auftakt zu einer Serie sehr mysteriöser Umstände, in deren Verlauf die Gruppe feststellt, dass ihr zusammentreffen an diesem Ort kein Zufall sein kann, weil sie alle am gleichen Tag Geburtstag haben.

Identität mit John Cusack und Ray Liotta
Ed (John Cusack) macht den schrecklichen Fund in der Waschmaschine.


...von RS: Autor Michael Cooney und Regisseur James Mangold liefern mit diesem Mystery-Thriller das Beste, was das Genre seit „The Sixth Sense“ gesehen hat. Obwohl die Erzählstruktur am Anfang teilweise etwas überraschend kommt und auch die sehr sporadische Rahmenhandlung mit Alfred Molina als Doctor bei einer gerichtlichen Anhörung eigentlich zunächst keinen Sinn ergibt, läuft der Film auf ein rundes Ende hinaus, indem einerseits alles aufgeklärt wird und andererseits trotzdem einige Interpretationsmöglichkeiten offen bleiben.

Ray Liotta und John Cusack gefallen in „Identität“ ebenso wie Amanda Peet außerordentlich gut. Sie verkörpern wunderbar jeweils auf andere Art den verzweifelten Versuch, die eigene Angst zu besiegen und Herr der Situation zu werden.

Identität mit John Cusack und Ray Liotta
Bei Rhodes und Ed liegen die Nerven blank.

Dass der Film im altbekannten „10-kleine-Negerlein-Prinzip“ des Horror-Genres daherkommt, kann man ihm natürlich ebenso vorwerfen, wie die Art, in der die Todesstrafe dargestellt wird. „Identität“ stellt quasi das Gegenteil von „Das Leben des David Gale“ dar. Drastisch wird gezeigt, was passiert, wenn man die Todesstrafe nicht (oder nicht schnell genug) vollstreckt.

Aber trotz dieser Anmerkungen bleibt am Ende viel zum Nachdenken. Waren die Morde geplant? Haben die Beteiligten durch ihre tragische Schuld ihr eigenes Todesurteil gesprochen? Oder handelt es sich bei Teilen der Geschichte gar um verdrehte Tatsachen? Um sich mit diesen Fragen auseinander zu setzen, sollte man sich den Film ansehen!

Identität mit John Cusack und Ray Liotta
Der kleine Timmy.

...von hope: In der Wüste von Nevada, irgendwo in der Nähe von Las Vegas. Eine regnerische und stürmische Nacht zwingt zehn Menschen, die sich zuvor nie getroffen haben, zur Rast in ein Motel.

Zunächst scheint dies ein halbwegs sicherer Platz zu sein, doch schon bald entpuppt sich der düstere Ort zu einer Todesfalle und die Unbekannten müssen sich zusammenreimen, weshalb das Schicksal sie hier zusammengeführt hat.

Identität mit John Cusack und Ray LiottaDer Limousinen-Chauffeur Ed (John Cusack) findet den Kopf der Schauspielerin Caroline Suzan (Rebecca DeMornay), die er chauffierte, im Waschraum des Motels. Der Cop Rhodes (Ray Liotta) verdächtigt sogleich den Schwerverbrecher (Jake Busey), den er in seinem Auto überführen wollte. Da sind aber auch noch das Callgirl Paris (Amanda Peet), ein frisch vermähltes Pärchen (Clea DuVall und William Lee Scott, siehe Foto rechts) und eine Familie mit Kind (John C. McGinley, Leila McKenzie, Bret Loehr) und nicht zuletzt der nervöse Hotelmanager.

Während nun einige versuchen, den Täter zu überführen, fürchten sich andere im Hauptgebäude des Motels. Doch einer nach dem anderen muss dran glauben. Die Gewissheit bleibt: Wenn der tödliche Countdown zu Ende ist, bleibt nur der Täter übrig.

"Identität" hebt sich von anderen Horror-Splattern durch eine überaus kluge Story ab. Die stürmische sowie mörderische Nacht wird in Rückblenden erzählt. Selbst diese Rückblenden werden noch durch weitere Rückblenden unterbrochen. Regisseur James Mangold strickt seine Fäden in einem Spinnennetz auf einen Mittelpunkt und so bleibt eine große Verwirrung beim Zuschauer zum Glück aus.

Identität mit John Cusack und Ray LiottaDie Gegenwart des Films beschreibt ein Verhör des Täters in besagter Nacht. Ein Ausschuss um den Gouvernor muss den Täter nun für unzurechnungsfähig bzw. zurechnungsfähig erklären, wobei letzteres die Todesstrafe nach sich ziehen würde.

Während diese Erzählstränge parallel laufen, spinnt sich der Zuschauer seine eigene Story und Langeweile kommt garantiert nicht auf.

„Identität“ beendet hoffentlich die langweilige und auf plumpen Überraschungsmomenten aufbauende Reihe der Teenies-werden-geschlachtet-Filmchen. Hier wird spannendes, modernes Kino geboten, dass sich dennoch an den richtigen Stellen am Altmeister des Suspense – Alfred Hitchcock – bedient.

Kinotipp für alle Unerschrockenen.

Identität mit John Cusack und Ray Liotta

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Fakten
Originaltitel:
Identity
 
deutscher Kinostart am:
18.09.2003
 
Genre:
Mystery-Thriller / Horror
 
Regie:
James Mangold
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS(84%),
hope(89%)
 
Texte:
RS & hope
 
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Synchronsprecher

SchauspielerSynchronsprecher
Amanda PeetAndrea Solter
John CusackAndreas Fröhlich
Alfred MolinaBernd Rumpf



TV-Termine

DatumUhrzeitSender
20.04.2014 23:45 Kabel 1
12.06.2013 22:50 Kabel 1
²) Sendezeiten bis 05:00 Uhr sind in der Nacht zum Folgetag.


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