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Belly of the Beast


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
*** ** ** **** *** * - *** 58%
 

 
Steven Seagal in Topform: Jeder Blick (also der eine) sitzt und trotz einer leichten Korpulenz und allerhand Nahkämpfe schwitzt der Mann nie... und das im warmen Thailand. Dort will der erfahrene Aikido-Kämpfer diesmal seine Tochter retten und bekommt dabei die nötige Hilfe von buddhistischen Mönchen. Das gelegentliche Old-School-Feeling durch entsprechende Musik, allerhand Drahtseilaction und klassische Kamerafahrten per Kran kann die recht bescheidene C-Movie-Umsetzung jedoch nur bedingt retten.

Belly of the Beast (mit Steven Seagal)


Vor zehn Jahren quittierte Ex-CIA-Agent Jake Hopper (Steven Seagal) einst seinen Dienst. Grund war eine fehlgeschlagene Geheimdienstaktion, bei der sein Freund Stunti (Byron Mann) beinahe sein Leben verlor. Seither lässt es Hopper in den Vereinigten Staaten eher ruhig angehen und führt gelegentlich für einen alten CIA-Freund ein paar Aufträge aus. Zeit hat Hooper ja, denn seit dem Tod seiner geliebten Frau hat der praktizierende Buddhist einen gewissen Spielraum für Alleingänge. Unterdessen macht Hoppers einzige Tochter Jessica (Sarah Malukul Lane) mit drei Freunden Urlaub in Thailand. Dort herrscht grad ein gewisser Machtkampf zwischen den Autoritäten und einer Gruppe von Rebellen und so scheint es kein Zufall zu sein, dass Jessica und ihre Freundin Sara (Elidh MacQueen), Tocher eines US-Senators, mitten im Dschungel brutal entführt und als Geiseln genommen werden.

Belly of the Beast (mit Steven Seagal)
Hoppers Tocher Jessica (links, Sarah M. Lane) und ihre Freundin, die Senatoren-Tocher Sara (Elidh MacQueen)
dienen als Druckmittel... doch von wem eigentlich genau?

Die US-Regierung erhält dann auch umgehend ein Video mit den beiden gefangenen Mädchen, in welchem die Entführer die Freilassung unzähliger Inhaftierter innerhalb von sieben Tagen verlangen. CIA-Agent Leon Washington (Patrick Robinson) wird schnellstmöglich losgeschickt und auch Hopper reist ohne zu zögern in sein einstiges Operationsgebiet. Dort sucht Hopper Informationen bei seinem alten Freund und heutigen Clubbesitzer Fitch (Vincent Riotta) und auch der inzwischen als buddhistischer Mönch lebende Stunti, der das Unglück von vor zehn Jahren knapp überlebte, steht Hopper fortan zur Seite. Gemeinsam machen sich die beiden Männer auf und mit der Zeit wird klar, dass die entführten Mädchen nicht bei den örtlichen Rebellen sondern bei General Jantapan (Tom Wu) und Konsorten zu finden sind...

Belly of the Beast (mit Steven Seagal)
Hopper (Seagal) und sein Gehilfe Stunti (Byron Mann) gehen alle Wege gemeinsam.


Was'n Spaß. Als Teenager habe ich diesen noch recht aktuellen Streifen von Seagal einst im Free-TV spät abends schauen können und fand ihn irgendwie ziemlich cool. Was der erfahrene Aikido-Kämpfer (immerhin Rang 7 von 10) mit seinen schnellen Händen so alles anstellen kann, ist schon beeindruckend. Auch die eingefangene Einfachheit Thailands und die entsprechend gewählte Hintergrundmusik harmonieren durchaus. Dass man für jene Kampfszenen, wo es mehr als nur um Seagals Hände geht, auf ein Double zurückgriff, war mir damals noch nicht so klar wie heute. Und so sieht man den damals 50-jährigen Amerikaner in besagten Szenen oft nur von hinten aber hey, damit kann ich auch noch leben.

Was mich heute, gut 13 Jahre später, beim zweiten Anschauen dieses DVD-Streifens eher stört, ist die teils unsägliche Schnittweise. Fließende Übergänge der Handlung (wenigstens optisch) gibt es kaum und wenn, dann nur in den Momenten, wo im Grunde nichts passiert. Leider schafft es Seagal (wie zu erwarten) auch nicht, wenigstens durch ein bisschen schauspielerisches Talent die Story-Entwicklungen entsprechend zu vermitteln. Auch die ständigen örtlichen Sprünge innerhalb eines vermeintlichen Handlungsabschnitts sorgen eher für Missfallen und lassen manchmal das Gefühl aufkommen, dass man lieber ein paar Minuten einfach mal aufs Klo geht und bei der Rückkehr hoffentlich mehr Durchblick hat, als noch kurz zuvor. Gut, dass das Drehbuch ohnehin recht simpel gehalten ist und man so nie ganz den Faden verliert, was durch besagtes Editoring nämlich durchaus mal hätte passieren können. Auch der Umgang der Hauptfigur mit der Polizeigewalt vor Ort ist ein Witz, da unverschämt und unrealistisch. Dass die thailändischen Cops mit zu den Bösen zählen, hilft dabei auch nicht wirklich, zumal Hopper das zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich wusste.

Belly of the Beast (mit Steven Seagal)
General Jantapan (Tom Wu) ist der eigentliche Feind...

Loben kann man aber die Nebenrollen, vor allem Byron Mann als Begleiter und Tom Wu als Endgegner. Für das, was diese beiden Schauspieler offenbar darstellerisch im Stande sind, bekommen sie jedoch eigentlich schon wieder zu wenig Spielraum. Dabei hätte es der Figur von Seagal wahrscheinlich sogar genützt, wenn man den beiden anderen Charakteren mehr Input gegeben hätte. Schade drum. Da nützt auch Monica Lo als Club-Mieze von Fitch nicht viel, aber immerhin darf sie irgendwann noch mit der verwitweten Hauptfigur ins Bett steigen... wowh. Auch der von der CIA gesandte Agent ist im Grunde sinnlos und schließt am Ende nur gewisse Handlungsstränge ab. Schade ist ebenfalls, dass die Rebellen offenbar nur für die Zerstreuung und ein paar Ballereinlangen dienen. Sobald klar ist, dass sie keine Rolle beim eigentlichen Grund für das Auftreten von Hopper in Thailand spielen, sind sie bereits wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.

Belly of the Beast (mit Steven Seagal)
... die Rebellen sind nur Bauernopfer.

Aber hey, was mache ich mir eigentlich so viele Gedanken um einen FSK-18-Streifen mit Steven Seagal? Diese Filme sind einfach so simpel und werden es auch immer sein. Und Seagal wird im Grunde immer das Gleiche tun und manche Leute werden ihn dafür auch immer lieben. Ich habe auch nichts gegen diesen Mann. Ich mag simple Filme auch recht gern mal sehen. Hier war ich nur nachträglich etwas enttäuscht, da meine eigene Sichtweise als Teenie dann doch etwas verklärt war. Gute alte Zeiten... immerhin ist das Finale mit dem fiesen Schamanen gegen die buddhistischen Mönche einfach nur kultig und die Momente, wo Seagal nicht synchronisiert wird und asiatisch spricht, haben auch was.

Belly of the Beast (mit Steven Seagal)
Natürlich wird auch viel geschossen!

Belly of the Beast (mit Steven Seagal)

Belly of the Beast (mit Steven Seagal)

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Fakten
Originaltitel:
The Belly of the Beast
 
auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
23.03.2004
 
Genre:
Action (FSK 18)
 
Regie:
Siu-Tung ChingChing Siu Tung
 
Dieser Film wurde bewertet von:
Conway(58%)
 
Texte:
Conway
 
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Synchronsprecher

SchauspielerSynchronsprecher
Steven SeagalRainer Schmitt
Byron MannChristian Stark
Monica LoEva Michaelis



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