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Ray


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** ***** **** *** ***** *** ***** ***** 96%
 

 
Jamie Foxx erhält absolut verdient den Oscar für seine Darstellung der Musik-Legende Ray Charles. Einmaliges Filmerlebnis nicht nur für Fans des Soul und Jazz.

Ray (mit Jamie Foxx)
Ray (Jamie Foxx)


Der junge Ray Charles (Jamie Foxx) ist ganz auf sich allein gestellt. Er ist farbig und blind. Im Amerika der frühen 50er kein besonderer Vorteil. Er setzt sich in einen Bus, um quer durchs Land zu reisen. In Seattle, der angesagtesten Jazz-Szene des Landes, will er sich einen Namen machen. Und Dank seines überragenden Talents darf er schon bald in einer Bar mit zwei anderen Musikern auftreten.

Der Rest von Ray Charles’ Leben ist Geschichte. Doch Taylor Hackfords Film begnügt sich nicht mit dem Darstellen eines Mythos oder einer Legendarisierung des vielleicht größten Soul-Stars der USA. Taylor Hackford beleuchtet auch die Schattenseiten von Ray Charles’ Leben. Schon zu Beginn seiner Karriere war Ray zwei Dingen verfallen: Frauen und Drogen. Seine Frau Della Bea Robinson (Kerry Washington) hat er schon früh geheiratet und sie immer wieder auf Tour mit anderen Frauen betrogen. Sie hat Ray aufrichtig geliebt und ihm immer den Rücken frei gehalten. Sie hat die Kinder praktisch allein aufgezogen – bis ihr klar wurde, dass Ray sich selbst mit seinen Drogen kaputt macht.

Ray (mit Jamie Foxx)
Die Raylettes, in der Mitte Margie Hendricks (Regina King)

Ray Charles war bereits auf seiner ersten Tour von Kokain abhängig gemacht worden und war es die nächsten zwanzig Jahre. Sein üppiges Einkommen erlaubte es ihm zwar, guten Stoff zu besorgen, doch auch seinen Produzenten entging die Sucht nicht. Auf Della Beas Drängen entschließt er sich letztlich zur Entziehungskur.

Aber Ray war auch nach Frauen süchtig. Lange hatte er eine Affaire mit Margie Hendricks (Regina King) einer seiner Background-Sängerinnen. Doch als sie zu sehr klammert, macht er ihr klar, dass er nur seine Frau Della Bea liebt.

Das Biopic hat nicht nur in seiner Länge epische Qualität. Auch Ray Charles Robinsons Jugend wird nicht ausgespart. Im Alter von fünf Jahren stirbt sein kleiner Bruder. Beim Spielen ertrinkt er in einem Waschtrog. Dieses Erlebnis und die Erinnerung an seine starke Mutter (Sharon Warren) verfolgen ihn sein Leben lang. Ebenfalls im Alter von fünf Jahren verliert Ray sein Augenlicht, beginnt aber gleichzeitig bei einem Nachbarn das Klavierspiel zu erlernen.

Ray (mit Jamie Foxx)
Ray Charles’ „Georgia on my mind“ wird zum offiziellen Song des Staates Georgia
erklärt. Neben ihm seine Frau Della Bea Robinson (Kerry Washington).

Eine Film-Biografie über einen der größten Jazz-Musiker war längst überfällig. 15 Jahre dauerte das Projekt, das von Ray Charles bis zu dessen Tod begleitet wurde. Taylor Hackford ist aber froh über die lange Produktionsdauer „weil ich Jamie Foxx gefunden habe“. Jamie Foxx, der einen Oscar für seine Darstellung bekam, verkörpert Ray Charles perfekt. Er macht alle Höhen und Tiefen durch, auch die Blindheit mimt er vollendet.

„Ray“ ist ein Film, in dem alle ein bisschen mitträumen und mitleiden können. Die Musik – das versteht sich – ist fabelhaft und die 150 Minuten vergehen wie im Flug!

Ray (mit Jamie Foxx)
Ray wird wegen Heroninbesitzes verhaftet.

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Fakten
Originaltitel:
Ray
 
deutscher Kinostart am:
06.01.2005
 
Genre:
Musikerbiografie
 
Regie:
Taylor Hackford
 
Dieser Film wurde bewertet von:
hope(96%)
 
Texte:
hope
 
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TV-Termine

DatumUhrzeitSender
28.03.2016 20:15 3Sat
03.10.2014 ²) 01:30 ZDF
²) Sendezeiten bis 05:00 Uhr sind in der Nacht zum Folgetag.


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