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Running Wild - Director‘s Cut


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
*** * * *** **** - ** *** 56%
 

 
Der ungestüme Ermittler Jang (Sang-woo Kwone) und der Staatsanwalt Oh (Ji-tae Yu) tun sich zusammen, um den Gangster Yu (Byung-ho Son) in die Knie zu zwingen. Dabei riskieren die beiden nicht nur ihr eigenes Leben.


Running WildNachdem der temperamentvolle Polizist Jang Do-young (Sang-woo Kwone) suspendiert worden ist, kümmert er sich um seine sterbenskranke Mutter und um seinen kleinkriminellen Halbruder Dong-jik. Letzteren steckte Jang einst höchstpersönlich in den Knast, um ihn vor den Leuten zu schützen, mit welchen er sich abgab. Doch als genau jene Leute Dong-jik vor seinen Augen ermorden, schwört Jang Rache um jeden Preis. Er findet heraus, wer hinter dem Mord steckt – doch bei der Umsetzung seiner Rache stört er ausgerechnet die Observierung der Staatsanwaltschaft.

Vor drei Jahren brachte der Staatsanwalt Oh Jin-woo (Ji-tae Yu) den mächtigen Unterweltboss Yu Kann-jin (Byung-ho Son) ins Gefängnis. Dieser hat jedoch seine Strafe abgesessen und bewirbt sich nun um ein politisches Amt. Grund genug für Oh, alle illegalen Machenschaften und Mordfälle, in denen Yu bisher verwickelt war, neu aufzurollen. Nachdem Jang jedoch die Observierung platzen gelassen hat, holt Oh ihn in sein Team.

Während Jang weiterhin davon überzeugt ist, Yu nur auf seine Art dingfest machen zu können, hält sich Oh streng an das Gesetz, kommt damit aber auch nicht weiter. Nur durch Zufall erfährt er, dass ausgerechnet der getötete Dong-jik der Schlüssel zum Erfolg sein könnte. Das ungleiche Team begreift, dass sie nicht nur ihr eigenes Leben riskieren. Denn als auch Yu von dem Beweisstück erfährt, schickt er eigene Leute los und ist mitverantwortlich für den Tod von Jangs Mutter. Diesmal lässt sich Jang nicht mehr von seiner Rache abbringen…


Nicht nur in Hollywood ist das Rachethema wieder hoch im Kurs. Besonders in Asien sind Rachekomplotte die Referenz schlecht hin. Um aus der Masse heraus zu treten, muss man sich also etwas einfallen lassen. Umso schöner ist es, wenn man liest, dass “Running Wild“ mit "Hard-Boiled-Action" daher kommen soll. Denn davon ist bei weiten nichts zu sehen, zumal es sogenannte "Hard-Boiled-Action" gar nicht gibt. Es gibt zwar den John-Woo-Klassiker “Hard Boiled“, doch dieser bediente das Action-Subgenre ’Heroic Bloodshed’... Trotz der schnellen, schmutzigen und harten Fights ist "Running wild" zu soft, hier wurde einfach zu viel versprochen.

Running Wild mit Sang-woo Kwone
He's running wild!

Viel mehr ist dieser Film ein durchschnittlicher Krimi mit wenig Spannung, dafür mit umso mehr Längen. Die Lauflänge des Director‘s Cut ist mit 144 min einfach zu lang. Man sieht zwar, wie akribisch versucht wird, mit legalen Mitteln einen hochrangigen Gangster zu stürzen, muss dabei aber einsehen, dass man zum Scheitern verdammt ist. Ganz besonders, wenn die Untergebenen ständig nur am nörgeln sind. Da hilft dann auch nicht mehr die inszenierte Hexenjagd aus der Chefetage.

Koreas Ermittler-Film “Running Wild“ wird mit irreführendem Marketing beworben und verliert sich dank dünner Story in der zünftigen Überlänge von allein.

Running Wild mit Sang-woo KwoneRunning Wild mit Sang-woo Kwone

Running Wild mit Sang-woo Kwone
Eine Leiche zum Dessert...

Running Wild mit Sang-woo Kwone

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Fakten
Originaltitel:
Ya-Soo
 
ohne Kinostart in:
25.01.2008
 
Genre:
Krimi / Thriller (nur auf DVD)
 
Regie:
Sung-su Kim
 
Dieser Film wurde bewertet von:
rAm(56%)
 
Texte:
rAm
 
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