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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| *** | *** | * | **** | *** | - | * | ** | 56% |
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Inhalt:
Der Schauspieler Johnny Cage (Karl Urban) kann es nicht glauben, als er von einem blauäugigen Chinesen (Tadanobu Asano) und einer kleinen Blondine (Jessica McNamee) in einen chinesischen Tempel teleportiert wird und nun Teilnehmer an einem Wettbewerb werden soll, bei dem die Unterlegenen mit dem Leben bezahlen, wenn der Sieger dies wünscht. Obwohl er nicht mitmachen will, befindet er sich schneller als gedacht in einer der Kampfarenen und sieht sich Kitana (Adeline Rudolph) gegenüber, deren Vater vor 20 Jahren gegen Shao Kahn (Martyn Ford) verlor, der seitdem das Reich in einer Schreckensherrschaft versklavt hat und heute wie früher nicht mit fairen Mitteln spielt.
Kritik:
Hier wird gekämpft, bis das Blut spritzt und einer – mal mehr und mal weniger appetitlich – das Zeitliche gesegnet hat. Hätte jemand bei dieser Videospielverfilmung etwas anderes erwartet? Karl Urban ist dabei für den Humor verantwortlich, was bisweilen auch ganz gut gelingt. Vor allem der Kampf zwischen Johnny Cage und Baraka (CJ Bloomfield, der mit dem riesigen Mund voller schiefer Zähne), ist gelungen und erstaunlicherweise ein Highlight des Films. Viele der anderen Kämpfe jedoch zeichnen sich dadurch aus, dass teilweise äußerst spärliche Kulissen und auch die Kämpfe selbst (vor allem die Waffen) mit Hilfe von CGI aufgepeppt wurden. Vor allem der Kampf von Kung Lao (Max Huang) mit seinem fliegenden Sägeblatt fällt dadurch auf, dass sowohl die Stage-Craft-Videowand vollständig erkennbar ist, als auch die Tatsache, dass das fliegende Sägeblatt selbst in den Kampf hineinmontiert wurde. Aber dieser Umstand zieht sich auch durch einige andere Szenen. Ohne Zweifel, die Technik ist oft gut eingesetzt, die Optik meist sauber und die Kämpfe dadurch fehlerlos durchchoreografiert – doch echter Unterhaltungswert bleibt teilweise auf der Strecke. Positives Gegenbeispiel ist da das Sydney Orchestra: Obwohl der Soundtrack nicht gerade einfallsreich gestaltet ist und auch nicht sehr viele prägende Motive besitzt, weiß die voluminöse Umsetzung zu gefallen und hält den Zuschauer bei Laune.
In Sachen Länge hat Regisseur Simon McQuoid kein wirklich gutes Händchen bewiesen. Während es noch nachvollziehbar ist, dass man von teuer nachbearbeiteten Kampfszenen gerne eine Menge Bilder zeigen möchte, fallen auch einige der ruhigen Szenen deutlich zu lang aus. Vor allem der Versuch, Johnny Cage Charaktertiefe zu geben, war völlig überflüssig und hätte zwar nicht wegfallen, aber doch um mehr als die Hälfte kürzer ausfallen können. Der Film hätte durchaus auch mit 20 Minuten geringerer Laufzeit gut erzählt werden können.
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