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Immer noch eine unbequeme Wahrheit: Unsere Zeit läuft


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
** *** * - ** - **** *** 51%
 

 
Der Dokumentarfilm ist die Fortsetzung des Films „eine unbequeme Wahrheit“ von 2006. Der damalige Film gewann zwei Oscars.

Immer noch eine unbequeme Wahrheit


Es wird Al Gores ambitionierter Kampf für ein breites Bewusstsein des Klimawandels in der Öffentlichkeit und der Politik dokumentiert. Al Gore war nicht nur US-Vizepräsident, sondern ist auch Friedensnobelpreisträger. Wir begleiten Al Gore auf seiner Reise durch die Welt zu Klimagipfeln und Konferenzen, wie auch zu seinen öffentlichen Diavorträgen. Außerdem führt er regelmäßig Schulungen durch, um Vortragende auszubilden.

Man bekommt einen Eindruck vom Ausmaß und vor allem von den Zusammenhängen des Geschehens. Al Gore wurde als Spinner abgetan, als er die Überflutung der Gedenkstätte 9/11 vorhergesagte. 2012 war es dann tatsächlich soweit und die Baustelle der Gedenkstätte in Manhattan wurde überschwemmt.

Hier wird ebenfalls klar, dass die Berichterstattung der Medien zu oberflächlich und zu wenig aufklärend in den täglichen Nachrichten ist. Beispielhaft wird angeführt, dass über Überschwemmungen berichtet wird, aber wo das Wasser herkommt, nämlich aus dem Abschmelzen der Pole durch die Erderwärmung, bleibt hier meist unerwähnt.

Immer noch eine unbequeme Wahrheit

Er besucht beispielsweise Miami bei einer Überschwemmung. Schon seit langem sind hier die Vermögenswerte durch die wiederkehrenden Überschwemmungen gefährdet. Erst spät wurde hier mit dem Aufbau des Hochwasserschutzes begonnen. Allerdings ist heute schon klar, dass der Schutz nicht ausreichen wird.

Weiterhin zeigt der Film Al Gores wirtschaftliches Engagement, um Solarenergie in Indien zugängig zu machen. In diesem Themenfeld der Solarenergie wird die Doppelmoral beleuchtet; wie die Wirtschaft die Politik beeinflusst, um zu verhindern, dass Solarzellen von Firmen gekauft werden, die nicht auch gleichzeitig Energiegewinnung durch fossile Brennstoffe betreiben. Wenn man sich klarmacht, dass eine Stunde Sonnenschein den Jahresenergiebedarf der Erde für ein Jahr deckt, kommt einem die Idee der Energiegewinnung durch fossile Brennstoffe tatsächlich ziemlich fossil vor.

Immer noch eine unbequeme Wahrheit

Es ist ein Film der sowohl Einblicke in die Arbeit des Naturschützers als auch das Klimathema im Allgemeinen gibt. Allerdings könnte meines Erachtens mehr Wert auf die Hintergründe des Klimawandels gelegt werden, da dies schließlich das Hauptanliegen Al Gores ist. So würden einige kurze Wissensinseln der Dokumentation nicht schaden. Al Gore setzt hauptsächlich auf Bilder von Überschwemmungen von überall auf der Welt. Hier wird deutlich belegt, dass es den meisten Menschen ziemlich egal ist, was woanders passiert. Erst wenn eigenes Leben oder Vermögenswerte in Gefahr sind, werden sich verwundert die Augen gerieben.

Die Dokumentation hat eine wichtige Botschaft, jedoch ist die Darstellung und Aufbereitung vermutlich nicht nach jedermanns Geschmack. Wenn man eine detaillierte Darlegung über Zusammenhänge und wissenschaftlich belegte Ergebnisse erwartet, ist dies nicht die richtige Informationsquelle. Nichtsdestoweniger wird die überaus wichtige Arbeit Al Gores informativ und tiefgründig beleuchtet. Die Filmmusik ist passend gewählt. Leider ist der Film insgesamt etwas zu langatmig.

Immer noch eine unbequeme Wahrheit

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Fakten
Originaltitel:
An Inconvenient Sequel: Truth to Power
 
deutscher Kinostart am:
07.09.2017
 
auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
18.01.2018
 
Genre:
Dokumentation
 
Regie:
Bonni Cohen & Jon Shenk
 
Dieser Film wurde bewertet von:
Imme(51%)
 
Texte:
Imme
 
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