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leer Mandy


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
*** *** *** *** **** * *** *** 61%
 

 
Nicolas Cage hat in der jüngsten Vergangenheit mehr durch billige Direct-to-Video Produktionen im B-Movie Bereich Schlagzeilen gemacht. Mit Mandy kehrt er zur alten Stärke zurück.

Mandy (mit Nicolas Cage)


Mandy (Andrea Riseborough) lebt mit ihrem Freund Red (Nicolas Cage) in einem abgelegenen Haus in den Shadow Mountains in Kalifornien.

Als Mandy sich auf den Weg zu ihrer Arbeit an einer Tankstelle macht, wird sie dabei von einer religiösen Gruppe beobachtet, dessen Anführer Jeremiah (Linus Roache) sich in Mandy verliebt und diese besitzen will.

Mandy (mit Nicolas Cage)
Passt nicht in diese raue Welt: Mandy (Andrea Riseborough)

Zu diesem Zweck ruft er eine Motorradgang, deren Mitglieder auf einem nicht endenden LSD-Trip sind, und beauftragt diese, Red und Mandy gefangen zu nehmen. Als Jeremiah sich Mandy nackt zeigt, fängt diese an ihn auszulachen. Als Strafe verbrennt er Mandy bei lebendigem Leib vor den Augen von Red.

Nachdem die Sekte abgezogen ist, kann Red sich befreien und sinnt auf Rache.

Mandy (mit Nicolas Cage)
Red (Nicolas Cage) muss hilflos mitansehen, wie seine große Liebe vor seinen Augen bei lebendigem Leib verbrannt wird.


Regisseur Panos Cosmatos hat mit Mandy einen Film geschaffen, der auf der derzeit aufkommenden 80er Jahre Retro-Welle mitschwimmt („Summer of 84“ oder das Remake von „Es“ seien hier genannt).

Entsprechend ist die Optik des Films auch gestaltet. Irgendwo zwischen einem LSD-Trip, einer alten VHS-Kassette und einem Röhrenfernseher platziert, ist Mandy als Hommage an „vergessene“ Filme des Horrorgenres anzusehen (nicht ohne Anspielungen wie z.B auf „Crystal Lake“).

Mandy (mit Nicolas Cage)
Red sinnt auf Rache!

Ziemlich bis zur Hälfte des Films hat Cosmatos den Fokus auf die titelgebende Hauptfigur und ihren Freund gelegt. Dabei wirkt Mandy deplatziert in der Welt, immer ein wenig verträumt und sphärisch guckend in einer Traumwelt umherwandernd.

Diese im diffusen Rotlicht gehaltene Traumwelt wird dann durch die Sekte jäh zerrissen und wir befinden uns in der zweiten Hälfte des Films in einem Splatter/Gore-Film wieder, der eine Mischung aus „Braindead“ und „Evil Dead“ darstellt und sich voll auf die Mimik von Nicolas Cage verlässt. Und das hat gut funktioniert. Zwar hat Cage nicht die Form, die er vor Jahren zu Zeiten seines Oscar-Gewinns hatte, aber er ist zumindest weit entfernt von den grottigen Produktionen, denen er in den letzten Jahren beigewohnt hat.

Mandy (mit Nicolas Cage)

Aber dennoch wollte „Mandy“ nicht so richtig zünden beim Rezensenten. Zunächst ist die erste Hälfte des Films einfach zu langatmig. Und so sehr die surreale Bildsprache auch einem künstlerischen Zweck dienen sollte, muss man aufpassen, dass aus künstlerisch nicht künstlich wird. Und an dieser schmalen Grenze spaziert Cosmatos mehr als einmal. Wohingegen im zweiten Teil des Films genau der umgekehrte Fall eingetreten ist: Es war alles viel zu künstlich, um noch künstlerisch zu sein.

Dennoch lohnt es sich, den Film einmal anzuschauen. Auch wegen des guten Soundtracks des im Februar 2018 verstorbenen Jóhann Jóhannsson.

Mandy (mit Nicolas Cage)

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Fakten
Originaltitel:
Mandy
 
auf DVD/Blu-ray ab:
29.11.2018
 
Genre:
Actionhorror / Thriller (FSK 18)
 
Regie:
Panos Cosmatos
 
Dieser Film wurde bewertet von:
AL(61%)
 
Texte:
AL
 
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