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leer Maleficent: Mächte der Finsternis


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
** ** * **** ** - ** ** 46%
 

 
Nach dem Erfolg von „Maleficent: Die dunkle Fee“ war es keine Frage, ob Disney eine Fortsetzung produziert, sondern nur, wann diese in die Kinos kommt. Und schneller, als man denkt, war „Maleficent: Mächte der Finsternis“ auch schon da.


Maleficent 2: Mächte der Finsternis Prinzessin Aurora (Elle Fanning, siehe Bild rechts), Königin der Moore, hat sich entschieden, den Prinzen Phillip (Harris Dickinson, siehe Bild rechts) zu heiraten. Sehr zum Leidwesen von Maleficent (Angelina Jolie). Dennoch respektiert sie den Wunsch ihrer Ziehtochter und lässt sich zu einem Bankett mit Prinz Phillips Eltern einladen.

Bei diesem Bankett geraten Maleficent und Königin Ingrith (Michelle Pfeiffer) in einen Streit, in dessen Verlauf der König unter den gleichen Fluch fällt, der einst Prinzessin Aurora befallen hatte. Umgehend wird Maleficent dafür verantwortlich gemacht.

Ihre Unschuld beteuernd flieht sie aus dem Bankettsaal, wird aber von einer Dienerin der Königin mit einer Eisenkugel verletzt und stürzt in den Fluss, der das Feenreich von der Welt der Menschen trennt. Sie wird jedoch gerettet und auf eine Insel gebracht, auf der die letzten Dunkelelfen der Welt leben, zurückgezogen und vertrieben von den Menschen.

Auf dem Schloss werden derweil die letzten Hochzeitsvorbereitungen getroffen. Langsam wird klar, dass Königin Ingrith keinen Frieden zwischen den Feen und den Menschen will und plant, die Gäste aus dem Moor zu töten, um sich das Königreich der Moore einzuverleiben.


Mit der Fortsetzung wurde der Regiestuhl neu besetzt: Joachim Rønning, der bereits beim fünften Teil der "Fluch der Karibik"-Reihe Regie führte, löst Robert Stromberg ab.

Mit Angelina Jolie und Michelle Pfeiffer liefern sich zwei Schauspielerinnen der Extraklasse ein filmisches Duell, das in einem Spitzenspiel der Mimik während des Banketts endet. Und leider bleibt diese Szene dann auch das einzig wirkliche Highlight des Films.

Maleficent 2: Mächte der Finsternis
Königin Ingrith (Michelle Pfeiffer) hat mit dem Königreich der Moore perfide Pläne.

Angelina Jolie verkommt in den restlichen knappen 90 Minuten eher zu einer Nebendarstellerin, der kaum die Möglichkeit gegeben wird, die Einzigartigkeit, mit der sie bereits im ersten Teil Maleficent verkörpert hat, erneut darzustellen.

Als Gegengewicht gibt es dann Gott sei Dank Michelle Pfeiffer, die als böse und intrigante Königin voll überzeugt und die Lücken ohne Jolie auszufüllen vermag.

Dramaturgisch jedoch ist Maleficent eher eine Qual als Unterhaltung.

So entpuppt sich die Armee der Dunkelelfen als ziemlich stümperhaft; der erste Angriff auf das Schloss scheitert kläglich an der strategischen Überlegenheit der Königin. Nun sollte man davon ausgehen, dass die Armee gelernt hat, dass die Königin nicht so einfach zu besiegen ist. Doch stattdessen greift die Armee im gleichen Maße erneut an und wird auch erneut mit den gleichen Abwehrmaßnahmen abgewiesen. Sehr Schade, denn wenn die Armee auf das Schloss zufliegt, ist man in freudiger Erwartung einer großen Material- und Magieschlacht. Stattdessen verpufft diese Erwartung wortwörtlich im Nichts.

Maleficent 2: Mächte der Finsternis
Können Maleficent (Angelina Jolie), ihre Ziehtochter Aurora (Elle Fanning) und Diaval (Sam Riley) die böse Königin Ingrith aufhalten?

Währenddessen liefern sich Königin Ingrith und Prinzessin Aurora auf der höchsten Zinne der Burg ein Wortduell, in dessen Verlauf man vollstes Verständnis für Ingrith entwickelt, falls sie diese einfach in den Tod stürzen würde. Selten eine so nervtötende Prinzessin erlebt.

Zu allem Überfluss ist dann noch Prinz Phillip zu erwähnen, dessen Hauptaufgabe darin besteht, Prinzessin Aurora ungefragt alles zu glauben, was sie ihm sagt. Im Sinne von: „Was, meine Mutter ist böse? Na klar, jetzt, wo Du das sagst – dann müssen wir natürlich gegen sie kämpfen“. Diese Dialoge sind so plump und schmerzhaft, dass man fremdbeschämt einfach vorspulen möchte.

Zuletzt taucht dann doch Maleficent auf, um final die Kirsche auf die Sahnehaube der Idiotie einer völlig versauten Story zu setzen. Und am Ende liegen sich alle liebend in den Armen, völlig vergessen, dass die Menschen gerade einen Genozid an der Moorbevölkerung betreiben wollten.

Maleficent 2: Mächte der Finsternis

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Fakten
Originaltitel:
Maleficent: Mistress of Evil
 
deutscher Kinostart am:
17.10.2019
 
auf DVD/Blu-ray/VoD ab:
27.02.2020
 
Genre:
Fantasy / Abenteuer / Drama
 
Regie:
Joachim Ronning
 
Länge:
ca. 119 Minuten
 
FSK der Kinofassung:
ab 12 freigegeben
mit Eltern ab sechs Jahren erlaubt
 
Kinoverleih:
Disney
 
Dieser Film wurde bewertet von:
AL(46%)
 
Texte;
AL
 
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