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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| **** | *** | *** | **** | **** | * | * | *** | 74% |
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Inhalt:
Doug (Jack Black) dreht Hochzeitsvideos. In seiner Fantasie gerne als Adaptionen seiner Lieblingshorrorfilme – in der Wirklichkeit eher eintönig und voller Kitsch. Griff (Paul Rudd) hat gerade seine Nebenrolle in einer Arztserie mit einer einfachen Textzeile vergeigt. Kenny (Steve Zahn) kämpft mit einem kleinen Alkoholproblem und Claire (Thandiwe Newton) kommt gerade aus einer schwierigen Scheidung. Eines haben die vier Freunde gemeinsam – ihre Begeisterung für richtige (schlechte) Horrorfilme. Bestes Beispiel dafür ist ihre Highschool-Abschluss-Arbeit, die Griff zufällig in einem alten Videorecorder gefunden hat und die nun nicht nur Dougs Kinder begeistert, sondern bei den Vieren auch nostalgische Gefühle weckt.
Als Griff den anderen dann eröffnet, dass er die Rechte an Anaconda besitzt und ein Remake machen möchte, entscheiden sie sich zu einem großen Wagnis. Sie reisen in den Dschungel, engagieren den Schlangendompteur Santiago (Selton Mello) samt Schlange und machen sich an die Dreharbeiten. Doch dabei kreuzen sie unbeabsichtigt den Weg von Ana (Daniela Melchior) die auf der Flucht vor brutalen Schergen ist und zu ihrer Bootsführerin wird. Als dann auch noch Santiagos zahme Schlange zu Tode kommt und ein um ein vielfaches größeres und mordlustigeres Exemplare ihre Stelle einnimmt, wird es gefährlich.
Kritik:
Regisseur und Drehbuchautor Tom Gormican versucht sich an Bowfingers großer Nummer. Dazu scharrt er einen illustren Cast um sich, der im weiteren Filmverlauf auch noch durch Cameo-Auftritte der Anaconda-Altstars um Ice Cube erweitert wird. Auch erste Film-im-Film-Sequenzen sind humorvoll und temporeich. Aber leider verschwindet dieses Elemente am Ende des Films gänzlich. Stattdessen gibt es endlose Dialoge mitten aus der Midlife-Crisis unserer Hauptfiguren und sogar einiges an gänzlich überflüssigem Füllmaterial (als Beispiel sei hier einmal der Spinnenbiss und seine Folgen erwähnt).
Das Finale des Films ist so offensichtlich im Hinterhof zwischen Studio 13 und 18 gedreht, dass weder Ice Cube noch Anaconda oder die Pyrotechnik irgendjemanden vom Hocker reißen können. Dass einzig Gute ist die Hommage an das am Filmanfang gezeigte Highschool-Video. Ohne direkt sagen zu können, wie das Ende des Film hätte besser aussehen können, bleibt das Gefühl, dass hier eine Menge Potential nicht ausgeschöpft wurde. So können schließlich auch die Text-Tafeln im Abspann und der Gastauftritt von Je-Lo nicht mehr viel am Eindruck ändern, lediglich einen höchst durchschnittlichen, aber immerhin ganz unterhaltsamen Film gesehen zu haben. Für alle Jack-Black-Fans sei zum Abschluss noch folgendes erwähnt: Er singt wieder, allerdings nur einmal relativ am Anfang des Films.
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