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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| ***** | *** | *** | ** | **** | - | *** | **** | 76% |
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Kritik:
Wer die Vorgängerfilme gesehen hat und die Hörspiele oder Bücher kennt, ist sofort mitten in der Geschichte, da Regisseur Tim Dünschede und sein Team eine unglaubliche Kontinuität an der Tag gelegt haben. Alle wiederkehrenden Figuren sind korrekt besetzt, immer wieder erinnern Soundeffekte an die Originalhörspiele, das Budapester Orchester sorgt erneut für überzeugende Musik (wenn auch nicht mehr ganz so dominant wie noch beim Karpatenhund) und auch ansonsten wurde gerade im ersten Drittel des Films sehr viel richtig gemacht, wobei die Erzählstruktur in ihrer szenischen Abfolge fast der eines typischen Hörspiels folgt. Man fragt sich unweigerlich, ob die Tonspur allein auch ohne die Bilder funktionieren würde? Wahrscheinlich schon.
Nostalgie pur empfindet man als Hörspiel-Fan, wenn Justus den Seilzug erklärt. Er ist zwar nicht Oliver Rohrbeck, aber Julius Weckaufs Verkörperung von Justus ist mittlerweile schon fast ebenbürtig. Auf der anderen Seite ist Filip Schnack, der wieder als Skinny Norris auftritt. Diese Figur wird weiterhin überzeichnet und wirkt nicht wirklich überzeugend – jedenfalls deckt sie sich nicht mit den Erwartungen, wenn man Andreas von der Medens Interpretation von Skinny noch im Ohr hat. Mit Jannik Schümann als Olin ist ein weiteres bekanntes Gesicht mit an Bord, wobei nicht nur seine Optik auf den ersten Blick ungewohnt ist, sondern auch die Tatsache ihn in einer Bösewicht-Rolle zu sehen. Alles in allem sicher nicht seine beste aber durchaus eine gelungene Performance.
Die Kulissen des Film (auf den kanarischen Inseln) wurden geschickt gewählt, damit einerseits eine gewisse exotische Wirkung erzeugt werden und der Film dennoch kindgerecht bleiben konnte. Allerdings fallen hier auch ein paar kleinere Mängel auf. Das „alte“ Expeditionsschiff wirkt wie frisch vom Stapel gelassen und die Vulkaninsel ist erstaunlich ebenerdig. Was man aber als Fan der Originalgeschichte in Kauf nehmen muss, ist die Jugendfreigabe des Films. Um ein großes Publikum zu erreichen, musste es eine FSK-6 werden, was unweigerlich zu einem alternativen – und deutlichen harmloseren – Abschluss als im gleichnamigen Hörospiel-Dreiteiler geführt hat. Immerhin ist die Auflösung einigermaßen stimmig.
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