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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| *** | **** | *** | * | *** | * | *** | *** | 60% |
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Inhalt:
Warum nur fällt das Leben reichen Typen wie Jeff (Seth Rogen) immer so leicht. Sie bekommen ein teures Essen geschenkt und die Bäckerei legt ihnen die Zimtschnecken zurück, obwohl eigentlich noch andere Kunden warten. Auf der anderen Seite gibt es Menschen wie du und ich. Mit guter Ausbildung, hinreichender Motivation, vielleicht sogar studiert, die sich trotzdem kaum über Wasser halten können und nach Strich und Faden ausgenutzt werden. Zu dieser Gruppe gehört der Inder Arj (Aziz Ansari), der in L.A. in einem Baumarkt als Aushilfe tätig ist und zusätzlich über eine Internet-Vermittlung Handlanger-Tätigkeiten ausführt (wie z.B. Schlange-Stehen an einer Bäckerei mit beliebten Zimtschnecken). Das alles beobachtet der Engel Gabriel (Keanu Reeves), der eigentlich einzig und allein Menschen, die beim Autofahren Textnachrichten schreiben, vor Unheil bewahren soll. Doch Gabriel fühlt sich zu höherem berufen und sieht seine Chance gekommen, als Arj schließlich ganz unten angekommen ist. Er inszeniert einen Rollentausch zwischen Jeff und Arj – doch sein Plan geht nicht auf. Als Strafe muss er nun als Mensch (über-)leben – und ausgerechnet Jeff ist nun der einzige der ihm helfen kann.
Kritik:
Keanu Reeves und Seth Rogen sind die Namen und Gesichter, die man kennt. Doch beide spielen in diesem Film eher durchschnittlich. Aziz Ansari hat als Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller nicht nur alles rund um seine Figur inszeniert, sondern er ist auch gleichzeitig der einzige, der rundum überzeugen kann. Er ist authentisch und sympathisch, während Keanu Reeves erst wirkt, als wäre er nachträglich ins Bild gestellt worden, und er später eine so übertrieben kindliche Naivität an den Tag legt, dass es fast weh tut. Als reicher Investor erfüllt Seth Rogen die Erwartungen – mehr aber auch nicht. In dieser Phase ist das Overacting von Synchronsprecher Tobias Kluckert zudem teilweise richtig nervig. Im späteren Verlauf gibt sich dies zum Glück etwas.
Good Fortune verwendet klassische Elemente einer (Rollen-)Tauschkomödie, bei der die Figuren diesmal nicht die Körper tauschen, sondern bei der der Kleidungs- und Einrichtungsstil der Häuser sowie die Autos den Besitzer wechseln. Dadurch entsteht die eine oder andere unterhaltsame Konstellation – einige Momente wirken allerdings auch gewaltig konstruiert. Immer wieder punktet der Film mit schön akzentuiert geschnittenen Zwischenszenen (z.B. bei den Tanz- oder den Taco-Szenen). Richtige Durchhänger gibt es aber auch, z.B. das Fast-Food-Menu.
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