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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| ***** | ** | ***** | *** | *** | * | *** | **** | 77% |
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Inhalt:
Gerade erst hat Ash seinem Kunden Hoffman (Matthew Maher) zur Rückkehr in sein Leben und in ein Versteck in Poughkeepsie verholfen, da hinterlässt auch schon seine nächste Kundin Sarah (Lily James) bei seinem Service eine Nachricht. Sie hat nach ihrer Kündigung eine ihren früheren Arbeitgeber belastende Studie mitgehen lassen und wird seitdem schikaniert und beschattet. Nun möchte sie ihr Leben zurück und erhofft sich Hilfe. Nachdem Ash Sarahs Angaben überprüft hat, akzeptiert er sie als Kundin und bereitet zunächst die Übergabe des belastenden Materials vor. Dazu muss er tief in die Trickkiste greifen und Sarah über mehrere Flughäfen fliegen lassen. Doch er hat Erfolg und nimmt wie üblich Kontakt zur Gegenpartei auf. Doch dann beginnen die Probleme. Zum einen erweist sich sein Gegenspieler Dawson (Sam Worthington) als harter Verhandler, zum anderen scheint Sarah von ihrer Situation hoffnungslos überfordert und macht Fehler. Schließlich muss Ash immer größere Risiken eingehen und droht sogar erstmals in seiner Karriere aufzufliegen. Zu allem Überfluss hat er auch noch Gefühle für Sarah entwickelt...
Kritik:
Dieser Thriller, der im Original sehr treffend „Relay“ heißt (und dessen deutscher Titel wohl besser auch so geblieben wäre), verwendet ein sehr ungewöhnliches Stilmittel: Ein Großteil der Kommunikation erfolgt über einen Relay-Telefondienst für Hörgeschädigte, bei dem ein Vermittler tätig ist. Während die eine Person Texte schreibt und liest, die der Vermittler eintippt, antwortet die andere mit normaler Sprache und endet jeweils mit „ich höre“. Autor Justin Piasecki und Regisseur David Mackenzie haben dieses Stilmittel konsequent durchgezogen und weite Teile des Films darum herum arrangiert. Lediglich das actionreiche Finale kommt ohne weitere Relay-Gespräche aus.
„The Negotiator“ erzeugt beim Zuschauer vom Start weg ein Gefühl permanenter Bedrohung. Immer wieder rechnet man damit, dass der in Gefahr schwebenden Zielperson das eine oder andere Unglück passiert. Kameraführung und Schnitt fördern dabei geschickt das Gefühl der Paranoia. Dies hält David Mackenzie fast bis ganz zum Ende durch. Erst im Finale entschließt er sich zu einem klassischen Fluchtszenario, das Riz Ahmed zwar ebenfalls stemmt, bei dem man aber deutlich merkt, dass ihm diese Art von Action deutlich weniger liegt. Am Ende hinterlässt der Film dank seines gelungenen Abschlusses ein zufriedenes Publikum, bei dem sich der eine oder andere wohl danach auf die Suche nach der Webseite von „Tess“, dem deutschen Pendant von „Tri-State Relay“ machen dürfte.
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