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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| ***** | *** | **** | *** | **** | - | *** | ***** | 83% |
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Inhalt:
Wir wissen noch nicht so ganz genau warum sich die Rentnerin Barb (Emma Thompson) im tiefsten Winter alleine auf den Weg zum Eisfischen an einen einsamen See in Minnesota macht. Klar ist nur, sie ist äußerst entschlossen. Daran ändert weder ein Schneesturm etwas noch eine unerwartete Weggabelung, die Barb in eine Sackgasse und zu einem einsamen Haus führt. Dessen Bewohner (Marc Menchaca) erscheint ihr direkt etwas seltsam, aber da sie zum Fischen hier ist und er ihr tatsächlich den Weg weisen kann, ignoriert sie ihn schließlich.
Doch noch bevor Barb schließlich mit dem Eisfischen beginnen kann, hört sie plötzlich Schüsse und sieht, wie eine flüchtende junge Frau von eben jenem Bewohner wieder zurück zu seiner Hütte getrieben wird. Kurzerhand beschließt sie, der jungen Frau zu helfen. Doch damit durchkreuzt sie auf empfindliche Weise die Pläne der Purple Lady (Judy Greer), für die alles vom Gelingen ihres Planes abhängt. Leider kann Barb keine Hilfe holen, da sie kein Handynetz hat. Sie muss also mit dem, was sie hat, improvisieren – denn eins hat sie der Entführten versprochen: Sie wird auf keinen Fall ohne sie verschwinden.
Kritik:
Der Thriller „Dead of Winter“ lebt von seiner ungewöhnlichen Kulisse am verschneiten See und vor allem von der genial aufspielenden Emma Thompson. Sie schafft es geschickt, den Zuschauer nicht nur durch den (erwartbaren) Spannungsbogen der Thrillerhandlung zu fesseln, sondern auch durch die Entfaltung ihres eigenen Charakters. Man möchte unbedingt den Grund für die tiefe Traurigkeit der Fisher-Lady verstehen.
Emma Thompson wollte immer schon mal in einem Survival-Thriller spielen und man merkt ihr an, welche Freude sie bei der Arbeit hat. Aber natürlich gehört in dieses Genre auch die obligatorische (Selbst-)Verarztung einer Schusswunde, und so muss die Fisher-Lady in einer Szene auch in dieser Hinsicht improvisieren. Auffallend ist, dass die drei wichtigsten Figuren der Handlung Frauen sind – und außerdem fast alle Männer in Opferrollen dargestellt werden, was für das Genre durchaus unüblich ist. Obwohl Emma Thompson herausragt, machen auch Judy Greer als Purple Lady und Laurel Marsden als entführte Leah ihre Sache durchaus gut.
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