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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| ***** | **** | **** | *** | **** | - | **** | ***** | 86% |
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Inhalt:
Irgendwas muss schiefgegangen sein, denn Ryland Grace (Ryan Gosling) wacht auf einem Raumschiff auf. Niemand an Bord außer ihm ist am Leben. Die Sternenkonstellationen vor dem Fenster sind seltsam unvertraut. Nur langsam kehrt seine Erinnerung zurück. Er war Wissenschaftler und Lehrer auf der Erde und wurde Zeuge einer wissenschaftlichen Entdeckung auf der Venus: Mikoorganismen, sogenannte Astrophagen, wandern von dort auf einer sogenannten Petrova-Linie zur Sonne und entziehen dieser Energie. Und zwar so ungeheurer viel, dass die Sonne dadurch schwächer wird und die Erde in eine Eiszeit stürzen wird. Schnell wird klar: Alle Sonnen der Galaxie weisen Petrova-Linien auf und sind somit befallen. Alle, bis auf die etwa 12 Lichtjahre entfernte Tau Ceti. Obwohl die Menschheit dank der Energie einiger eingefangener Astrophagen inzwischen in der Lage ist, 92%tige Lichtgeschwindigkeit zu erreichen, muss Grace erkennen, dass er fast 4 Jahre Reisezeit von der Erde entfernt aufgewacht ist.
Da er nun schon einmal da ist, will er die rätselhafte Immunität des Sterns gegenüber dem Energiehunger der Astrophagen auch untersuchen. Doch noch bevor er dazu kommt, muss er eine neue Erkenntnis machen: Er ist nicht das einzige intelligente Lebewesen in diesem System. Ein anderes Raumschiff kreuzt seinen Weg und jemand scheint zu versuchen, mit ihm zu kommunizieren. Ob dies der Erstkontakt der Menschheit mit außerirdischem Leben wird? Kritik:
Der Astronaut ist trotz seiner Überlänge überraschend kurzweilig. Dies verdanken wir der gelungenen Mischung aus linearer Erzählung und erklärenden Rückblenden. Der Außerirdische Rocky hat entfernte Ähnlichkeit mit einer Krabbe. Es ist endlich mal wieder ein intelligenter, sympathischer Alien ohne jegliche Ekel, Schleim und Schock-Details und doch ausreichend fremdartig mit seiner Echolot-Wahrnehmung.
Der Astronaut ist einerseits ein typischer Science-Fiction-Film. Es gibt also Raumschiffe, Weltraumausflüge, einiges an komischer Technik und ein Grundthema mit wissenschaftlichem Hintergrund. Erfreulicherweise wurde aber nicht das Versagen (oder Zerstören) von Technik als Grundelement zur Spannungserzeugung verwendet. Natürlich leidet das Raumschiff beim Atmosphären-Flug, doch dafür wurde es schließlich nicht gebaut. Stattdessen entsteht eine tiefe Bindung zwischen den beiden Hauptfiguren, während die endlose Weite und die riesige Distanz zwischen den Heimatplaneten und Tau Ceti den inneren Konflikt anfeuern.
Ryan Gosling spielt gut und das sowohl in den Rückblenden, als auch in seinen Solopassagen und in den Interaktionen mit Rocky, der durch die Bewegungen in seinem Hexagonal-Prisma und die Synchronisation von Tim Knauer Eindruck hinterlassen hat.
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