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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| ***** | **** | *** | ** | **** | - | **** | **** | 79% |
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Inhalt:
Es ist Harmonie pur. Der Schäfer George (Hugh Jackman) liebt jedes Tier in seiner Herde. Er gibt ihnen Namen. Er hegt und pflegt sie und er liest ihnen jeden Abend aus seinen Lieblingsbüchern – und das sind Krimis – vor. Die Schafe wiederum lieben diese Zerstreuung und raten fleißig mit, wer jeweils der Mörder ist. Einzig Lily (Anke Engelke) muss nicht raten, sie weiß immer sofort, wer der Täter ist, und behält stets Recht.
Gelegenheit für erste Ermittlungen bietet schon bald die Testamentseröffnung, bei der neben dem zweiten Dorf-Schäfer Colum (Tosin Cole), dem Metzger (Conleth Hill), dem Priester und der Hotelbesitzerin Beth Pennock (Hong Chau) überraschend auch Georges verschollene Tochter Rebecca (Molly Gordon) unter den Anwesenden ist, die gebannt der Anwältin Lydia Harbottle (Emma Thompson) lauschen. Lily und Mopple sind überzeugt, dass einer von ihnen der Mörder sein muss. Deshalb beschließen sie, dass Tim bei der Aufklärung nun dringend ihre Hilfe braucht.
Kritik:
Als Fan der aktuellen Tierkrimis von Leonie Swann und auch der früheren Highlights des Genres von Rita Mae Brown und Sneaky Pie Brown (z.B. Mord in Monticello) hat man natürlich auch eine ernsthafte und gleichzeitig stilvolle Verfilmung gehofft, die einerseits gute Unterhaltung bietet und andererseits die Stimmung der Bücher mit ihren tierischen Hauptcharakteren gut widerspiegelt. Diese Erwartung hat Regisseur Kyle Balda mit seiner Verfilmung auf jeden Fall erfüllt.
Dem Mordfall an sich mangelnde Kreativität vorzuwerfen, ist meines Erachtens unangebracht. Erstens hält sich der Film natürlich an die Buchvorlage und zweitens ist es ja gerade Kern des Themas, dass der Fall das klassische Muster der britischen Kriminalliteratur aufgreift und sich an dessen Regeln hält und das völlig offen und mit Absicht. Viel eher könnte man hinterfragen, ob die animierten vermenschlichten Gesichtsregungen und Lippenbewegungen der Schafe immer wirklich passend sind. Insgesamt sind die Animationselemente jedenfalls durchweg von guter Qualität, naturgemäß mit einigen erwartbaren Schwächen bei der Interaktion zwischen Mensch und Schaf und auch bei den herumhopsenden Lämmern, aber äußerst überzeugend in alle Szenen, bei denen die Schafe unter sich sind – und das macht immerhin den größten Teil des Films aus.
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