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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| **** | *** | ***** | ** | *** | * | **** | ***** | 80% |
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Inhalt:
Bear (Michael Johnston) ist überaus schüchtern. Nur gemeinsam mit seinem besten Freund Ian (Cooper Tomlinson) und einer Diner-Bedienung schafft er es, seine Gefühle für die Arbeitskollegin Nikki (Inde Navarrette) in Worte zu fassen. Sie selbst um ein Date zu bitten, will ihm aber einfach nicht gelingen. Verschärft wird sein innerer Druck dadurch, dass Nikki ihm eröffnet, sie habe die Arbeitsstelle gekündigt, wodurch ihm nur noch wenige Tage bleiben, um bei ihr zu landen. Also muss Plan b her: Ein Geschenk. Da Bear weiß, dass Nikki eine Kristallkette verloren hat, sucht er dafür nach einem passenden Ersatz und landet bei einer geheimnisvollen Weidewurzel, die Wünsche erfüllen soll. Als er den geeigneten Zeitpunkt zur Übergabe des Geschenks verpasst, sitzt er plötzlich allein in seinem Auto und wünscht sich einfach nur, Nikki würde ihn mehr lieben, als alles andere. Gesagt, gewünscht und schon ändert sich alles!
Plötzlich schenkt Nikki Bear ihre volle Aufmerksamkeit, sucht seine Nähe, will in seiner Wohnung übernachten und ihn sogar küssen. Doch gleichzeitig muss er eine erschreckende Sprunghaftigkeit bei ihr feststellen. Hin und wieder scheint sie nicht sie selbst zu sein und schier auszurasten – außerdem entwickelt sie einen unnatürlichen Fetisch für Bears kürzlich verstorbene Katze. Natürlich bekommen auch Ian und Sarah (Megan Lawless), die Tochter seines Arbeitgebers, die Veränderung mit – doch wie die Situation langsam immer bedrohlicher wird, kann zunächst nur Bear nachzuvollziehen, der nun verzweifelt einen Ausweg aus dieser Situation sucht. Der Anruf bei der Notrufhotline der Wunsch-Wurzel liefert in dieser Hinsicht immerhin Klarheit: Der Wunsch erlischt, sobald der Wünschende nicht mehr lebt...
Kritik:
Curry Baker hat eine gute Fantasy-Idee konsequent umgesetzt. Mit Michael Johnston und Inde Navarrette hat er die perfekten Darsteller für sein kleines Kammerspiel gefunden. Vor allem Navarrette spielt gruselig gut und übertrifft sich immer wieder selbst. Sie reizt die Möglichkeiten der Mimik bis zum Äußersten aus und fährt bei ihren lauten Schreien auch so große Geschütze auf, dass man sich fragt, ob Jamie Lee Curtis in dieser Hinsicht nun eine würdige Nachfolgerin hat.
„Obsession“ wandelt vielfach ganz in der Tradition tragischer Fantasystreifen mit Jump Scares, die gewohnt musikalisch angekündigt werden und dafür dann auch schon mal eine Spur brutaler ausfallen als erwartet. Außerdem fordert der Film mehrfach mit den sehr lauten Schreien die Heimkinoanlage oder die Fernbedienungsreflexe – je nachdem. Überraschend ist, wie viel Curry Barker aus den wenigen, sehr einfachen Kulissen und der sehr begrenzten Darstellerzahl herausgeholt hat. Er verzichtet völlig darauf, neben den vier Hauptfiguren noch weitere Charaktere näher zu beleuchten, sondern bietet vor allem Inde Navarette die Bühne, die Entwicklung ihrer Figur voll zur Entfaltung kommen zu lassen.
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