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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| **** | *** | ** | ** | *** | * | *** | *** | 62% |
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Inhalt:
Die Kirche ist pleite. Und ausgerechnet in diesem Moment will der neue (französische) Papst (Kad Merad) jede Menge Reformen umsetzen und eine Lateinamerikareise unternehmen. Da bleibt den verantwortlichen drei Finanzkardinälen scheinbar nur ein Ausweg. Sie bewegen eine Drogenbaroness dazu, die Papstreise nach Mexiko zu finanzieren. Natürlich weiß der Papst nichts davon und natürlich soll „la commandanta Francoise“ (Myriam Tekaia) übers Ohr gehauen werden.
Kritik:
Papamobil weist viele Elemente einer klassischen Doppelgänger-/Verwechslungskomödie auf. Dabei macht Kad Merad eine durchaus gute Figur. Der Papst wirkt ebenso wie sein Double humorvoll und hintersinnig in seinen Aussagen. Der erste Teil des Films in der Ranch ist um Längen besser als das Finales im Vatikan. Dies liegt zum einen daran, dass man als Zuschauer lange im Dunkeln gelassen wird, zum anderen punktet dieser Teil mit aufwendigen Kleidern von La Comandanta und natürlich mit dem Krokodil. Im späteren Verlauf wird die Kleidung deutlich dezenter, im Vatikan schließlich ist Myriam Tekaia nur noch ganz in schwarz gekleidet.
Aufgrund des Budgets arbeitet „Papamobil“ an vielen Stellen mit der Phantasie des Zuschauers und zeigt z.B. lieber gar kein U-Boot als eine Billigversion davon. Die Kirche bekommt nur indirekt ihr Fett weg. Dabei arbeitet Regisseur Sylvain Estibal vor allem bei den drei Kardinälen oft mit deutlicher Bildsprache – etwa wenn diese rauchend in Schwan-Tretboten unterwegs sind. Überraschend ist allerdings der für eine Komödie ungewöhnliche fast vollständige Verzicht auf effektheischende Schenkelklopfer. Es ist mehr der leise Humor und das Zusammenspiel zwischen Kad Merad und Myriam Tekaia, das diesen Film zu tragen versucht. Darüber hinaus bleibt einiges unausgesprochen und der Nachwirkung überlassen: Sechs Monate reichen einer Frau offenbar, um den Vatikan auf Vordermann zu bringen.
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