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leer The Housemaid - Wenn sie wüsste


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** *** **** * *** *** **** **** 78%
 

 
Ein einfacher Job als Haushälterin in der scheinbar perfekten Familie von Nina Winchester (Amanda Seyfried) wird für Millie (Sydney Sweeney) zu einem wahren Horrortrip. Gut durchdachter Thriller von Paul Feig.

The Housemaid - Wenn sie wüsste


Millie (Sydney Sweeney) kann ihr Glück kaum fassen, als sie von Nina Winchester (Amanda Seyfried) als Haushälterin eingestellt wird. Da sie als vorzeitig aus der Haft Entlassene kaum weiß, wie sie ihre Bewährungsauflagen erfüllen soll, sind ein Job und ein fester Wohnsitz auf einmal fast wie ein Geschenk des Himmels. Und alles, was sie tun muss, ist das Haus aufräumen, kochen und Ninas Tochter Cece (Indiana Elle) vom Ballett abholen. Zu schön, um wahr zu sein?

In der Tat muss Millie schnell feststellen, dass bei den Winchesters bei Weitem nicht alles perfekt ist. Nina leidet unter merkwürdigen Stimmungsschwankungen und lässt ihren Ärger an Millie aus, was ihr Mann Andrew (Brendon Sklenar) mit übertriebener Freundlichkeit auszugleichen versucht. Doch hat er nicht doch Hintergedanken dabei? Und welche Rolle spielt der unheimliche Gärtner Enzo (Michele Morrone)? Und dann die merkwürdigen Geschichten aus Ninas Vergangenheit, die Ninas „Freundinnen“ immer wieder andeuten… Als Millie schließlich beginnt, die Zusammenhänge zu begreifen, ist es schon fast zu spät.

The Housemaid - Wenn sie wüsste


Schon in den ersten Minuten fällt dem geneigten Zuschauer die optische Ähnlichkeit zwischen Nina und Millie auf und es entsteht ein erstes ungutes Gefühl einer Vorahnung. Anschließend folgen immer wieder kleine Hinweise, die auf die sich anbahnende Affäre zwischen Millie und Andrew hinarbeiten. Hierbei spielen das Drehbuch und die Regie ganz bewusst mit der Erwartungshaltung des Zuschauers.  Auf leisen Sohlen nährt sich die Spannung, niemand scheint den anderen die volle Wahrheit zu erzählen, und man fragt sich, ob hier etwa doch mal wieder der Gärtner der Mörder ist. Ab der Mitte des Films liefern dann Erklärungen aus dem Off den Zusammenhang, der den Weg für das temporeiche Finale bereitet. Dabei überzeugen alle drei Hauptfiguren sowohl darstellerisch als auch durch die Charakterentwicklung selbst.

An zahlreichen Stellen erinnert der Film an „Girl on the Train“, allerdings ohne dabei jeglichen Bezug zum Alkoholismus zu entwickeln. Hinzu kommt die Figur der Mutter, die ganz am Ende ins richtige Licht gerückt wird. Eine weitere Parallele, auf die manch ein Zuschauer, der gar nicht hinsehen kann, wohl gerne verzichtet hätte, erinnert an „Hangover“…

The Housemaid - Wenn sie wüsste

Ein Puppenhaus und zahlreiche Treppenmotive sollten wohl den bildsprachlichen Rahmen von The Housemaid ausschmücken. Leider ist dies handwerklich nur einigermaßen gelungen und kommt bei Weitem nicht an Brian de Palmas Handschrift heran. Nur bei dem Miniaturpuppenhaus durfte die Kamera hin und wieder erzählen, ansonsten betrachtet man die Balkone, den Treppenflur und die Wendeltreppe meist eher nüchtern und distanziert. Vielleicht wollte Paul Feig aber auch jegliche Ablenkung vermeiden und es seiner Darstellerriege überlassen, das Publikum mitzureißen.

„The Housemaid“ reiht sich in eine Reihe gut durchdachter amerikanischer Thriller ein, die Missbrauch und Manipulation innerhalb von Vorzeige-Familien thematisieren, bleibt dabei aber natürlich ein Unterhaltungsfilm - und das auf gutem Niveau.

The Housemaid - Wenn sie wüsste
Es geht doch nichts über ein strahlendes Lächeln...

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Fakten
Originaltitel:
The Housemaid
 
deutscher Kinostart am:
15.01.2026
 
auf DVD/Blu-ray ab:
01.05.2026
 
Genre:
Thriller
 
Regie:
Paul Feig
 
Länge:
ca. 130 Minuten
 
FSK der Kinofassung:
ab 16 freigegeben
 
Kinoverleih:
Leonine
 
Dieser Film wurde bewertet von:
RS(78%)
 
Texte:
RS
 
Bilder wurden bereitgestellt von:
Leonine
(zum Heimkinostart)
 
Vertrieb (für Heimkino):
LEONINE Studios

FSK der Heimkino-Fassung:
ab 16 freigegeben
 
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