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Samstag, den 09.10.2010

Ben Sherwood: Wie durch ein Wunder
Buchkritik der Romanvorlage zum gleichnamigen Film (Start am 7.10.2010)

Wie durch ein Wunder, BuchcoverCharlie ist vom Schicksal gleich doppelt bestraft: Nicht nur, dass er durch einen schwerwiegenden Fehler - eigentlich die erste große Dummheit seines jungen Lebens überhaupt - einen schweren Verkehrsunfall baut, bei dem er und sein kleiner Bruder lebensgefährlich verletzt werden. In dieser bizarren Situation gibt er seinem Bruder auch noch das Versprechen, ihn niemals im Stich zu lassen. Und dann wird Charlie durch einen Defibrilator gerettet, während sein Bruder stirbt. Doch das ungewöhnliche Versprechen ermöglicht Charlie, im Licht der untergehenden Sonne den Geist seines Bruders wiederzutreffen und einige Stunden im Waterside-Friedhof mit ihm zu verbringen. Nacht für Nacht. Solange sich Charlie an sein Versprechen hält. Und hierauf richtet der Fünfzehnjährige schon bald sein ganzes Leben aus. Nach der Schule beginnt er ein Praktikum beim Friedhofsverwalter und wird später auch dessen Nachfolger. Mit der Zeit lernt er, auch die Geister anderer Verstorbener zu erkennen, und hilft ihnen beim Übergang in das Leben nach dem Tod. Was ihm jedoch verwehrt bleibt, ist eine eigene Familie und die wahre Liebe - zu eng sind die Fesseln seiner selbsterschaffenen Scheinwelt.

Tess steht kurz vor dem Start ihrer Weltumsegelung, mit der sie die Segelbaukunste ihrer Firma und ihr eigenes Können unter Beweis stellen will. Als letzte Vorbereitung bricht sie zu einem dreitägigen Turn auf, und weil es ja eine Art Generalprobe für die Gefahren aller Meere dieser Welt sein soll, steuert sie allen Warnungen zum Trotz mitten in ein Sturmtief, das schon bald seine Spuren an ihrem Schiff und ihrem Körper hinterlässt.

Mit Kopfschmerzen und zahllosen blauen Flecken übersäht will Tess anschließend die letzten Tage vor der großen Reise in vollen Zügen genießen. Anfangen will sie auf dem Waterside-Friedhof am Grab ihres Vaters. Doch die Ruhe wird jäh durch Charlies "Gänse-Kontroll- Programm" gestört. So lernen die beiden sich kennen. Es ist die Liebe ihres Lebens - doch werden sich beide darauf einlassen können?

Entgegen der Erwartungen, die das überschwengliche Lob von Autoren- Kollegen wie Nicholas Sparks hervorrufen könnten, handelt es sich bei diesem Buch keinesfalls um eine Südstaaten-Romanze. Im Gegenteil ist dieses Buch in weiten Teilen sogar ziemlich traurig, angesichts der ausweglosen Situation, in die das Schicksal Charlie gebracht hat. Spätestens mit dem ersten Aufeinandertreffen von Charlie und Tess entwickelt Ben Sherwood aber eine derartige Spannung, dass man das Buch am liebsten gar nicht wieder aus der Hand legen möchte. Wer andere Bücher über die Thematik von (Nah-)toderfahrungen, zum Beispiel von Levy oder Seibold, kennt, wird sich schnell zurechtfinden und großen Gefallen an dem kurzweiligen Erzählstil und den zwar nicht allzu facettenreichen dafür aber klar definierten Charakteren finden. Einziges Manko ist der Schluss von "Wie durch ein Wunder". Nicht wenige werden hier ein unliebsames Déjà Vu erleben - hier hätte sich Sherwood auf jedenfall etwas mehr Mühe geben können.

Alles in allem ist "Wie durch ein Wunder" eine leichte und gleichzeitig spannende Lektüre, die Vorfreude auf die Verfilmung aufkommen lässt. (RS)
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