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Cineclub News

Freitag, den 22.09.2017

Hollywood kann es einfach nicht lassen – Ein Kommentar
.. und neueste Remake-News zu europäischen Erfolgsfilmen

Wie wir bereits berichteten, läuft am 09. November dieses Jahres das US-Remake des Hollywood-Klassikers Mord im Orient Express in unseren Kinos an. Sicherlich wird die Neuauflage nicht sonderlich schlecht und auch sonst ist es mir relativ egal, wenn Hollywood es für nötig hält, eigene Machwerke zu kopieren. Das letzte große Beispiel war ja die Neuauflage des 1960er Westernklassikers Die glorreichen Sieben in 2016. Worum es mir in dieser News geht sind auch eher Erfolgsfilme, die nicht aus den USA kommen. Sobald Hollywood nämliche ausländische Hit-Filme einfach auf seine Weise neu verfilmt, platzt mir immer wieder der Kragen!

Mord im Orient Express 2017

Aufmerksamen Cineasten ist natürlich längst bekannt, dass die selbsternannte „Traumfabrik“ gute ausländische Filme nicht einfach (wie in den meisten Ländern üblich) mit Hilfe entsprechender Synchronsprecher (und davon gibt es den USA auch viele gute) seinem gewillten Publikum entsprechend präsentiert. Stattdessen kauft man die Rechte auf und macht seine ganz persönliche Fassung draus – natürlich ohne große Erwähnung des jeweiligen Originalfilms gegenüber der breiten Masse von amerikanischen Kinobesuchern und in der sich leider immer wieder bestätigenden Hoffnung, seine eigenen Geldbörse ordentlich weiterzufüllen.

Aktuellstes Beispiel ist die geniale Dramödie Ziemlich beste Freunde, welche 2012 weltweit in die Kinos kam und etliche Rekorde brach. In Deutschland schaffte man fast 9 Millionen Kinobesucher und obendrein ist es der bisher erfolgreichste nicht englischsprachige Film (Quelle) weltweit! Klar, dass Hollywood sich auch diese Rechte sicherte und seine ganz eigene Fassung in die Spur brachte. In wenigen Monaten, genauer gesagte Mitte März 2018, wird nun The Upside auf die Welt losgelassen und mit Darstellern wie Bryan Cranston und Nicole Kidman scheint man zumindest auch manch brauchbaren Starschauspieler gefunden zu haben. Dass Comedian Kevin Hart hier aber die zweite Hauptrolle übernimmt, finde ich gar nicht so witzig! Ich habe nichts gegen den kleinen Mann, in manchen Filmen ist er auch durchaus amüsant und vielleicht kann er sogar manche Ernsthaftigkeit in dieses Remake unterbringen, aber irgendwie finde ich seine Wahl dann doch etwas beleidigend. Aber hey – immerhin wurde die Rolle nicht an den alternden (und natürlich noch immer guten) Samuel L. Jackson vergeben. Gewundert hätte es mich nicht, der Mann spielt doch in fast jedem zweiten US-Film mit. Zudem glaube ich, dass diese Hollywood-Neuverfilmung nicht so unbedeutend wird wie Brick Mansions, wo man die Geschichte aus dem französischen Actionkracher Ghettogangz fast eins zu eins stur übernahm…

Ziemlich beste Freunde - Szene
Ob die beiden Originaldarsteller des französischen Hit-Films
beim Gucken des US-Remakes genauso viel Freude empfinden werden wie hier?

Während ich von The Upside bereits seit über einem Jahr weiß (und mich somit auch schon so lange darüber ärgere), kam mir heute eine (schon etwas ältere) News unter, die ein erneutes Remakes eines europäischen Films ankündigt. Wie der “Hollywood Reporter“ berichtet, wird die schwedische Erfolgskomödie Ein Mann namens Ove sein Hollywood-Remake erfahren. Der 2016 für zwei Oscars nominierte Streifen war übrigens im selben Jahr auch der kommerziell erfolgreichste Auslandsfilm in den US-Kinos. Kein Wunder also, dass man hier nun eine “Neuauflage“ in Angriff nimmt. Die Hauptrolle wird übrigens kein Geringerer als Tom Hanks übernehmen, was immerhin ein gutes Omen sein dürfte, zumal der Oscarpreisträger auch als ausführender Produzent an diesem US-Remake tätig sein wird. Dennoch ist das nun bereits die zweite populäre Neuverfilmung aus Skandinavien seitens Hollywood – man erinnere sich nämlich an die schwedisch-dänische Romanverfilmung Verblendung von 2009, die zwei Jahre später unter dem Titel The Girl with the Dragon Tattoo als US-Thriller weltweit anlief… irgendwann ist das Fass voll finde ich.

Zum Ende möchte ich aber noch darauf hinweisen, dass ich für Horror-Remakes von asiatischen Filmen derweil durchaus dankbar bin. Entweder sind die japanischen, thailändischen oder koreanischen Vorlagen mir persönlich nämlich einfach zu derb oder die Hollywood-Variante erzählt die Geschichte ein Stück weit nachvollziehbarer. Filme wie The Ring oder Mirrors wussten mir jedenfalls zu gefallen. Natürlich gab es auch Ausnahmen wie Shutter aber das wäre eben auch nur ein weiteres Beispiel dafür, dass Remakes à la Hollywood nicht immer Sinn machen... (Conway)
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