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leer Protection - Vertraue niemandem


Aufmachung Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
*** *** ***** ** **** * ***** **** 78%
 

 
Was ist da nur schiefgegangen? Erst wird ein Zeuge in DI Liz Nyles (Siobhan Finneran) Schutzprogramm ermordet, dann zerbricht ihr Leben wegen der Affäre zu einem unter Verdacht stehenden Kollegen nach und nach in Scherben. Realitätsnaher britischer Thriller, bei dem die ständig in Bewegung stehende Hauptfigur doch nie rechts ins Tempo kommt.

Protection - Vertraue niemandem


Liz Nyles (Siobhan Finneran) stemmt Familie und Beruf. Eines ist dabei gerade kaum weniger schwierig als das andere. Zuhause lebt sie in Scheidung, teilt sich die Anwesenheit ihrer Teenager-Tochter mit ihrem Ex und versorgt gleichzeitig ihren demenzkranken Vater. Beruflich betreut sie mit ihrem Partner Raj (Chaneil Kular) einen Zeugen, der mit Frau und kleiner Tochter kurz vor einer Aussage in einem Prozess in Todesgefahr schwebt. Wie real diese ist, stellt sich schon bald heraus, als Maskierte in das Safe-Haus eindringen und alle bis auf die kleine Amy (Tilly Kaye) erschießen. Die Tat ruft natürlich die Mordkommission in Person von DCI Hannah Wheatley (Katherine Kelly) und wenig später auch DCI Amanda Kelman (Nadine Marshall) von der Internen auf den Plan. Schnell wird klar, dass die drei Frauen gegenseitig nicht mit offenen Karten spielen und keiner dem anderen Vertrauen kann. Als dann zunächst Raj und wenig später auch Liz Nyles ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten wird klar, das jemand im Hintergrund die Fäden ziehen muss.

Protection - Vertraue niemandem


Will man eine Verschwörung aufdecken, wenn die nationale Sicherheit davon berührt wird? Und was ist, wenn die eigene Familie hierdurch in Gefahr gerät? Wie einzelne Personen für sich diese Frage beantworten und welche Konsequenzen das offenbar nach sich zieht, dafür bietet die Serie „Protection“ einige Ansatzpunkte zum Nachdenken. Und das vor allem für die Hauptfigur. Immer wieder spiegelt sich auf Siobhan Finnerans Gesicht der emotionale Kampf wieder, der in ihrem inneren tobt – viele Szenen sind dabei gezeichnet von überwältigendem Unglaube: „Kann das alles wirklich passieren? Und warum mir?“ diese Fragen scheint sich Liz Nyles immer wieder zu stellen. Die Autoren wollten dieser Figur zudem eine gewisse Rastlosigkeit auf den Leib schreiben, sie soll niemals ruhig dasitzen, sondern möglichst ständig in Bewegung sein. Obwohl dies von Siobhan Finneran in gewisser Weise auch umgesetzt wurde, wirkt ihre Figur dennoch sehr kontrolliert und überlegt, manchmal gar überaus langsam in ihrem agieren. Nur an wenigen Stellen innerhalb der sechs Folgen bricht sie aus diesem Schema aus und die Handlung nimmt kurz richtig Fahrt auf – leider immer nur für wenige Momente.

Protection - Vertraue niemandem

Der Titel „Protection“ lässt vermuten, dass das Zeugenschutzprogramm tatsächlich im Mittelpunkt der Handlung stehen würde. Es sind aber eher die drei Frauen und der Konflikt zwischen ihnen, während nur drei tatsächliche Teilnehmer am Programm vorkommen, davon einer auch nur als Randnotiz und versteckter Drehbuchkniff.

Obwohl DI Liz Nyles die eigentlich Hauptfigur ist und auch die einzige, deren Privatleben thematisiert wird, ist es doch Katherine Kelly als Hannah Wheatley, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen kann und in ihren Szenen immer sehr authentisch wirkt – sogar im finalen Dialog, in dem man ihren Standpunkt erfährt. Bei den männlichen Nebenrollen fallen Ace Bhatti als Liz Nyles Chef Kapoor und Chaneil Kular als ihr Kollege Raj positiv auf, wobei man sich bei letzterem unweigerlich die Frage stellt, ob er nicht zuletzt auf die Rolle besetzt wurde, weil er dank seiner geringen Körpergröße optisch in den gemeinsamen Szenen mit Liz eine gute Figur macht...

Protection - Vertraue niemandem

Man kann den Autoren eindeutig zugute halten, dass sie die Serie zu einer klaren Auflösung führen, bei der – wenn auch recht abrupt – die Zusammenhänge erklärt werden, ohne lose Enden zu hinterlassen. Dass auch hier Realitätsnähe vor Zuschauerbefriedigung gesetzt wurde, sorgt allerdings für sehr gemischte Gefühle während des finalen Abspanns.

Alles in allem sechs Folgen, die man wegen des durchgängig hohen Spannungsniveaus am liebsten am Stück anschauen möchte. Kein echtes Serienhighlight, aber solide Unterhaltung mit ein paar Anregungen zum Nachdenken.

Protection - Vertraue niemandem

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Fakten
Originaltitel:
Protection
 
Produktionsjahr:
2026
 
auf DVD/Blu-ray ab:
08.05.2026
 
Genre:
Thriller
 
Laufzeit/Folge:
47 Minuten
 
Diese Serie wurde bewertet von:
RS(78%)
 
Texte:
RS
 
Bilder wurden bereitgestellt von:
Polyband
 
Vertrieb (für Heimkino):
Polyband

FSK der Heimkino-Fassung:
ab 12 freigegeben
 



 


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