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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| **** | *** | * | *** | *** | - | - | *** | 58% |
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Inhalt:
Die beiden Blutsbrüder Abahachi (Michael Herbig) und Ranger (Christian Tramitz) hängen auch rund zwanzig Jahre nach ihrem letzten großen Abenteuer miteinander rum und verhalten sich dabei noch immer wie ein altes Ehepaar. Scheinbar rauben die beiden Freunde auch noch Züge aus, denn warum sonst sollten Sheriff Kane (Friedrich Mücke) und sein Deputy Ratford (Rick Kavanian) alles daran setzen, die beiden zu verhaften und ihrer gerechten Strafe zuführen zu wollen? Und als wäre das noch nicht genug, will die Bande um Lucy ‘Der Boss’ Lane (Jessica Schwarz) die Blutsbrüder auch noch kidnappen, denn sie brauchen den Apachen Abahachi, um das sagenumwobene “Kanu des Manitu” in ihre Hände zu bekommen.
Der Auftraggeber der fiesen Bande ist ein alter Bekannter und auch andere einstige Weggefährten wie Winnetouch (Michael Herbig) und der Grieche Dimitri (Rick Kavanian) werden in das Chaos hineingezogen. Vor allem Dimitri, der mit seinem Restaurant schon genug um die Ohren hat, würde sich viel lieber auf seine neue Angestellte Mary (Jasmin Schwiers) konzentrieren. Doch da seine Freunde in Gefahr sind und auch, weil Mary eine ganz besondere Verbindung zu Ranger zu haben scheint, zählt fortan jede Sekunde und auch Abahachi muss seine Herkunft hinterfragen...
Kritik:
Viel Gewusel, viele (oft neue) Gesichter und eine Story, in die man ziemlich schnell hineingeworfen wird, die sich dann aber auch nur bedingt sinnvoll formt, da man einfach viel zu beschäftigt ist, schlechte Gags einzustreuen... Man könnte meinen, der Film wurde vor allem für die “alten” Fans der Bullyparade gemacht, dabei dem Zeitgeist angepasst und leider vor allem vorgetragen von längst veralteten Komikern, die vor mehr als zwei Jahrzehnten durchaus noch ein besseres Gespür für kultigen Humor hatten.
Sicher, Winnetouch in seinem Tanzstudio oder Dimitri in seinem neuen Restaurant ziehen vielleicht hier und da noch ein bisschen, aber es sind eher die vergleichsweise deutlich jüngeren deutschen Schauspieler Jasmin Schwiers und Friedrich Mücke. Vor allem Letzterer scheint seine Rolle voll eingenommen zu haben und wirkt ziemlich cool und glaubwürdig. Stand-Up-Comedian Tutty Tran zieht maximal noch bei den jüngeren Zuschauern, die sich ob der alten Hauptdarsteller jedoch nicht ganz richtig aufgehoben fühlen dürften. Das jedenfalls vermute ich. Dann noch ein Darsteller aus “Unter Uns” und sonstige vermeintliche Jungschauspieler uns Synchronsprecher... ok.
Das für mich Einzige, das den Film nicht ganz runter zieht, ist die optisch hochwertige Inszenierung mit gefühlter Blockbuster-Mucke (danke Filmstudio Babelsberg) und eben der Bezug zu dem einstigen Kinohit von 2001. Dennoch fühle ich mich an Stefan Raabs Rückkehr nach langjähriger TV-Pause erinnert: Hohe Erwartungen und Hoffnungen und doch kommt man nicht umhin zu erkennen, dass nicht jeder Kult am Ende gut altert.
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