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Ein merkwürdiges Verhältnis


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** **** *** ** ***** **** **** ***** 89%
 

 
Eine junge Frau, die ohne Alkohol nicht klar denken kann, findet ihre große Liebe und reist mit einem jungen Trucker durch ganz Japan.

Ein merkwürdiges Verhältnis (Vibrator)


Rei (Shinobu Terashima) ist eine einsame junge Journalistin. Sie führt Selbstgespräche und gesteht sich ihre größte Schwäche ein: Sie kann nichts machen, wenn sie nüchtern ist, sie bekommt einfach nichts auf die Reihe. Als sie eines Abends in ihrem favorisierten Getränkehandel einem jungen Mann über den Weg läuft, ist es um sie geschehen.

Rei läuft Takatoshi (Nao Omori) auf den Parkplatz nach und dieser bittet sie in seinen Lastwagen. Während Rei sich nach der großen Liebe sehnt, scheint Takatoshi mehr auf schnellen Sex aus zu sein. Am nächsten Morgen ist für Rei klar, was sie tut. Um Takatoshi nicht zu verlieren, beschließt sie spontan, mit ihm auf Tour zu gehen.

Nun entwickelt sich zwischen Rei und Takatoshi ein wirklich merkwürdiges Verhältnis. Sie glaubt an Liebe, er hat eigentlich eher einen Kumpel gefunden, mit dem er praktischerweise Sex haben kann. Rei kreist durch die Ungewissheit über die Zukunft der Beziehung in einem gefährlichen Strudel aus Alkoholismus und Psychose.

Ein merkwürdiges Verhältnis (Vibrator)


"Ein merkwürdiges Verhältnis" ist ein Road Movie im klassischen Sinn. Weites Land, große Städte, schöne Bilder. Hinzu kommt der klassische und zauberhafte Moment einer schicksalhaften Begegnung. Insgesamt mit einer starken melancholischen Färbung hat der Film auch seine abrupten Momente.

Am Ende gehen die beiden wieder eigene Wege (damit sei nicht zu viel verraten, denn hier ist der Weg das Ziel), doch eine heilende Wirkung, besonders auf Rei, kann man erkennen. Obschon sie wieder zu ihren Selbstgesprächen zurückkehrt, scheint sie nicht mehr so labil wie zu Beginn. Doch die Begegnung bleibt flüchtig.

Ein merkwürdiges Verhältnis (Vibrator)

Regisseur Ryuichi Hiroki gilt trotz seiner 49 Jahre als Newcomer im Regiegeschäft. 1982 hatte er seinen ersten Spielfilm abgedreht, kurz danach erhielt er für den zweiten schon einen Nachwuchsfilmerpreis. Mit "Ein merkwürdiges Verhältnis" bekam er 2003 auf dem Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg ein anerkennendes Lob ausgesprochen. Mit seiner unkonventionellen Erzählweise, die mit den Zwischentiteln ein wenig an den Stummfilm erinnert, kam er zwar beim Publikum nicht besonders gut an, gefielt den Kritikern dafür aber umso besser.

Wer also offen für andersartige Filme ist, wird bei "Vibrator" (so der OT) sowohl Inspiration finden als auch große Freude daran haben.

Ein merkwürdiges Verhältnis (Vibrator)
Ein wahrlich merkwürdiges Verhältnis...

Ein merkwürdiges Verhältnis (Vibrator)

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Fakten
Originaltitel:
Vibrator
 
ohne Kinostart in:
15.11.2003
 
Genre:
Drama
 
Regie:
Ryuichi Hiroki
 
Dieser Film wurde bewertet von:
hope(89%)
 
Texte:
hope
 
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