Cineclub Cineclub Facebook Twitter
Cineclub - Kino und mehr

leer Spider-Man: Far from Home


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** **** **** ***** **** * *** **** 86%
 

 
Peter Parker (Tom Holland) erlebt mit seiner Schulklasse eine Odyssee durch Europa und muss sich als Spider-Man/Night Monkey den Elementals stellen. Action-Adventure, dass u.a. die Frage thematisiert, ob Spider-Man der neue Tony Stark sein kann. Dank Jon Favreau wird dies mit einem „vielleicht“ beantwortet – doch Tom Holland wird Robert Downey Jr. nicht ersetzen können.

Spider-Man: Far from Home


Die Elementals bedrohen die Erde und Quentin Beck (Jake Gyllenhaal), der einzige, der weiß, wie man die Biester aufhalten kann, braucht dringend Unterstützung. Da Nick Fury (Samuel L. Jackson) auf viele der einstigen Avengers nicht mehr zurückgreifen kann, setzt er vor allem auf Peter Parker (Tom Holland), bzw. dessen geheimes Alter Ego Spider-Man.

Doch Peter hat ganz andere Pläne. Die anstehende Klassenfahrt nach Europa möchte er nutzen, um seinem Schwarm MJ (Zendaya) auf dem Eifelturm in Paris eine schwarze Dahlie zu schenken. Also ignoriert er schlicht Furys Anrufe und lässt seinen Spider-Man-Anzug zuhause. Aber er hat die Rechnung ohne Tante May (Marisa Tomei) gemacht. Und auch Fury lässt nicht mit sich spielen und kapert kurzerhand die Klassenfahrt, so dass Parker und seine Freunde immer genau da sind, wo die Elementals als nächstes angreifen werden.

Spider-Man: Far from Home
Nick Fury (Samuel L. Jackson) setzt auf Peter Parker (links, Tom Holland).


Während die europäischen Schauplätze (Venedig, Prag, Berlin, London, österreichisches Dorf, niederländisches Dorf) teilweise sehr klischeehaft dargestellt werden, scheint sich die Weltordnung hauptsächlich um Nick Fury und die nicht mehr präsenten Avengers zu drehen. Peter Parker mit seinen Teenager-Problemen hat sich hingegen kaum verändert und zudem nur seinen Plan im Kopf, MJs Herz zu erobern. Dass aus den so entstandenen Versatzstücken ein flotter Actionfilm entstanden ist, ist gleichermaßen Jake Gyllenhaal als Mysterio und Jon Favreau als Happy Hogan zu verdanken.

Spider-Man: Far from Home
Mysterio (Jake Gyllenhaal) braucht Spider-Mans Hilfe.

Aber der Reihe nach: Die in diesem Film die Erde bedrohenden „Elementals“ sind wirbelnde Wesen, die eine Art Wolke mit Gesicht bilden und ganze Städte in Schutt und Asche legen. Einerseits erinnern die Effekte an Anfänge der CGI-Zeit, z.B. Filme wie „Die Mumie“, andererseits werden gerade diese Effekte und auch Mysterios grüne Laserstrahlen gerade so wohldosiert eingesetzt, dass es dem Unterhaltungswert förderlich ist. Letzterer wird darüber hinaus vor allem durch Dialogwitz und ein paar Babe-Running-Gags unter den Nebendarstellern getragen. Auch Jon Favreau hat hier einigen Szenen seinen unverkennbaren Stempel aufgedrückt, z.B. wenn der Regisseur der ersten beiden Iron-Man-Filme Peter Parker seinen neuen Anzug zusammenstellen lässt.

Dass man tricktechnisch aber absolut nicht Ende des letzten Jahrtausends stecken geblieben ist, wird mehr als deutlich, wenn Spider-Man in die Fänge einer virtuellen Realität gerät, in der sich ständig verändernde holographische Projektionen herumwirbeln und sich gefährlich mit realen Kulissen vermischen. Diese Szenen mögen sicherlich nicht jedermanns Geschmack treffen, wurden aber von Regisseur Jon Watts sauber inszeniert und verfehlen ihre Wirkung nicht.

Spider-Man: Far from Home
Peter Parkers Mitschüler erleben eine Klassenfahrt der besonderen Art.

Gleich an mehreren Stellen thematisiert der Film die Frage, ob Spider-Man die Nachfolge von Iron-Man antreten könnte, für die es einiges Für und Wider gibt, allerdings auch ein starkes verbildlichtes Argument in Form der bereits oben erwähnten Anzug-Bau-Szene. Dass Tom Holland allerdings jemals Robert Downey Jr. vergessen macht, ist auszuschließen. Obwohl nur in wenigen Bildern zu sehen, ist dessen Präsenz immer noch fast allgegenwärtig und der typische Iron-Man-Humor schwingt ein ums andere Mal unterschwellig mit.

Auch wenn diese Spider-Man-Episode stark in die Rahmenhandlung des MCU eingebunden ist, macht der Film auch allen Spaß, die nicht jeden Avengers-Film verfolgt haben, oder noch wissen, wann und warum welche unserer Helden verschwunden oder wieder aufgetaucht sind. Sicherlich nicht der beste Marvel- bzw. Spider-Man-Film, aber immer noch auf sehr hohem Niveau.

Spider-Man: Far from Home

Spider-Man: Far from Home

Spider-Man: Far from Home

© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Spider-Man: Far from Home

Jetzt spider man far from home (sofern schon verfügbar) auf DVD übers Internet ausleihen
oder die DVD bei momox.de verkaufen.





 

 
Fakten
Originaltitel:
Spider-Man: Far from Home
 
deutscher Kinostart am:
04.07.2019
 
Genre:
Action / Comicverfilmung
 
Regie:
Jon Watts
 
Länge:
ca. 124 Minuten
 
FSK der Kinofassung:
ab 12 freigegeben
mit Eltern ab sechs Jahren erlaubt
 
Kinoverleih:
Sony
 
Dieser Film wurde bewertet von:
Frank (88%) & RS (84%)
 
Texte:
RS
 
Diesen Film bewerten! 
 


Synchronsprecher

SchauspielerSynchronsprecher
Tom HollandChristian Zeiger
Samuel L. JacksonEngelbert von Nordhausen
Jake GyllenhaalMarius Claren



Links

Spider-Man-Filme
Spider-Man
(2002) mit Tobey Maguire
Spider-Man 2
(2004) mit Tobey Maguire
Spider-Man 3
(2007) mit Tobey Maguire
The Amazing Spider-Man
(2012) mit Andrew Garfield
The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro
(2014) mit Andrew Garfield
Spider-Man: Homecoming
(2017) mit Tom Holland
Avengers: Infinity War
(2018) mit Tom Holland
Spider-Man: Far from Home
(2019) mit Tom Holland



Newsletter: So wird keine neue Kritik verpasst! eMail-Adresse:

[Film bewerten] - [Synchronsprecher]

zurück zum Filmarchiv
zurück zur Wertungsübersicht
zurück zur Cineclub-Homepage

(c) 2019 Cineclub, Bochum für alle Texte, die Rechte an den Bildern liegen beim jeweiligen Filmverleih.