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Alle wieder an Bord: Als Andy zu „Runway“ zurückkehrt, um dem zum Werbeblatt verkommenen Magazin zu mehr journalistischer Tiefer zu verhelfen, ahnt sie nicht dass schon bald das Schicksal von Miranda (Meryl Streep) und Nigel (Stanley Tucci) von ihr abhängen würde. Dank der Kontinuität der Charaktere eine gelungene Fortsetzung – trotz der absurden Lady-Gaga-Einlage.

Inhalt:
Andy Sachs (Anna Hathaway) scheint auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Sie erhält gerade eine Auszeichnung für gute journalistische Arbeit, als sie von ihrem derzeitigen Arbeitgeber gefeuert wird – und nutzt die anstehende Dankesrede für eine kleine Abrechnung.
Da Irv Ravitz (Tibor Feldman) gerade wegen Mirandy Priestlys (Meryl Streep) sinkenden Beliebtheitswerten mächtig unter Druck steht, kommt das Social-Media-Echo von Andys Rede genau zur rechten Zeit. Ohne Miranda zu involvieren, stellt Irv Andy wieder ein, sehr zur Freude von Nigel (Stanley Tucci). Obwohl Andy diesmal nicht Mirandas Assistentin ist, sondern selbst Artikel schreiben darf, stellen sich schnell alte Muster ein, weil Miranda eben Miranda ist. Doch etwas hat sich verändert. Die Welt ist moderner geworden und der Weiterbestand von „Runway“ ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Als Andy den Ernst der Lage realisiert, muss sie innerhalb kürzester Zeit viele Entscheidungen treffen, wenn sie das Magazin – und damit auch sich selbst – retten will. Da kommt der gemeinsame „Ausflug“ ins modebewusste Mailand natürlich fast wie gerufen.

Kritik:
Was erwartet man von einer solchen Fortsetzung? Ein Wiedersehen mit bekannten Figuren und eine gewisse Weiterentwicklung der Charaktere, aber sicherlich nicht, dass alles anders wird oder sich jeder völlig verändert hat. Genau dieser Balance-Akt ist Drehbuchautorin Aline Brosh McKenna gelungen: Nahezu jede Figur des ersten Teils ist zurückgekehrt und absolut unverkennbar immer noch sie selbst. Vor allem bei Emily (Emily Blunt) ist dies gelungen. Hinzu kommen ein paar neue Personen: Zum einen wäre da Mirandas von Kenneth Branagh gespielter dritter Ehemann Stuart und außerdem der Australier Patrick Brammall, der den Bauunternehmer Peter verkörpert, der eine Romanze mit Andy beginnt.
Da auch David Frankel zurückkehren durfte, wundert es nicht, dass der Stil des Films gegenüber Teil eins unverändert ist. Immer wieder greift der Regisseur auf das bereits im ersten Teil gewählte Stilmittel des Zeitraffens durch Kleidungswechsel zurück. Dabei gibt es auch einige, aber meist wohldosierte Laufsteg-Szenen. Lediglich der Auftritt von Lady Gaga fällt hierbei negativ auf – eine Einlage die vor allem „gaga“ wirkt. Abgesehen davon bietet der Film musikalisch auffallende Vielfalt. Von eingängigen Songs, elektronischer Musik bis zu klassischer Filmmusik ist alles dabei. Hier stechen vor allem die Bootsfahrt auf dem Lago Maggiore und Mirandas Gang durch die Galleria Vittorio Emanuele II positiv hervor.

Wer „Der Teufel trägt Prada 2“ vor allem wegen Meryl Streep anschauen möchte, wird keinesfalls enttäuscht werden. In jedem Augenblick – vor allem wenn Miranda ein klein wenig verletzlich wirkt – schafft es Meryl Streep, Miranda eine Präsenz ausstrahlen zu lassen, die alles um sie herum in den Schatten stellt. Lediglich Stanley Tucci kann ihr – auf seine Art – das Wasser reichen.
Interessant und durchaus erwähnenswert ist die Rolle einer weiteren starken Frau, die eigentlich nur am Randa in Erscheinung tritt: Sasha Barnes ist eine Philanthropin und Verfechterin von Frauenrechten. Dabei ist sie die erste, die erkennt, welche Stärken Miranda und Andy gemeinsam haben und gibt ihnen mit dem ersten Interview nach ihrer Scheidung eine wegweisende Chance. Lucy Liu gelingt es, diese Figur glaubhaft umzusetzen und damit einen kleinen aber feinen Akzent zu setzen.
„Der Teufel trägt Prada 2“ ist gelungene Kinounterhaltung die wie im Fluge vergeht und alle Erwartungen an diese Fortsetzung voll und ganz erfüllen kann.
 für alle Bilder gilt:
© The Walt Disney Company Germany GmbH

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Fakten |
Originaltitel: The Devil Wears Prada 2
deutscher Kinostart am: 30.04.2026
Genre: Komödie / Drama
Regie:
David Frankel Länge: ca. 117 Minuten FSK der Kinofassung: ab 0 freigegeben / Freigegeben ohne Altersbeschränkung Kinoverleih: Disney, Fox
Dieser Film wurde bewertet von: RS(81%)
Texte: RS
Bilder wurden bereitgestellt von: Disney
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