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| Länge | Unterhaltung | Spannung | Action | Musik | Erotik | Anspruch | Eindruck | Gesamt |
| **** | ** | ** | ***** | ** | ** | *** | **** | 74% |
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Inhalt:
Ein Raumschiff-fressendes Ungetüm macht das All unsicher. Dabei entführt das merkwürdige Ding bemannte Raumfahrtzeuge sowohl von den USA als auch von der Sowjetunion. Beide Großmächte machen sich natürlich gegenseitig Vorwürfe und eine atomare Auseinandersetzung scheint unausweichlich. Die britische Regierung jedoch glaubt, dass die eigentlichen Verantwortlichen ganz wonanders sitzen.
Vor Ort trifft Bond dann alsbald auch auf seine Kontaktperson (Akiko Wakabayashi) und später dann auch auf Tiger Tanaka (Tetsuro Tamba), welcher als Chef des japanischen Geheimdienstes dem britischen Top-Agenten mit Rat und Tat zur Seite steht.
Kritik:
“Man lebt nur zweimal“ ist jener Film, wo Bond von den Toten aufersteht, um erst einmal unauffällig im damals schon schönen Japan zu ermitteln. Der ostasiatische Inselstaat ist für mich hier auch der heimliche Star dieses fünften Bondfilms mit Connery in der Hauptrolle. Seien es die Sumoringer-Szenen, oder gewisse Eheschließungen und Trauermärsche - die Traditionen geben hier einen schönen Touch neben den beeindruckenden Küstenaufnahmen. Und inmitten all dem die Moderne, vor allem das Gebäude von Osato Chemicals aber auch Rückzugsorte, an denen der japanische Stil mit moderner Technik verknüpft werden... charmant.
Die Produktion des Films selbst ist für die 1960er Jahre einmal mehr außergewöhnlich und die Darsteller sind allesamt gut dabei. Die Geschichte selbst beginnt vielversprechend, doch so schnell wie James Bond klar wird, dass SPECTRE hinter allem steckt, so schnell scheint auch die Spannung dann schon wieder raus und man scheint sich seitens der Autoren vor allem auf die Darsteller, die Inszenierung und eben auf das Ambiente zu verlassen... denn wie sagte 007 selbst so schön: „In Japan war ich noch nie.“ Und ja, das bedeutet für Bond den (vorgetäuschten) Tod, dann wird er als Japaner (mehr schlecht als recht) umgeschminkt und dann darf er noch eine Japanerin (vorgetäuscht) ehelichen...
Fassen wir zusammen: Der Name des Streifens ist heute oft bekannter als die Story selbst. Gesungen wird der Titelsong von Sinatras Tochter Nancy, die vor allem eben in den 1960ern ihre Hochzeit hatte und somit gut passte. Auch gilt der Brite Donald Pleasence bei vielen Fans als einprägsamster Blofeld-Darsteller. Schade, dass beim sechsten Connery-Film als 007 dann Charles Gray als Blofeld auftaucht, wurde Grey doch gerade erst in diesem Film in einer Nebenrolle erstochen... Aber so genau nahm man es damals eben nicht. Auch soll SPECTRE hier durch eine nicht näher genannte Großmacht (also China) unterstützt worden sein, was die politischen Sticheleien schon damals irgendwie gut aufzeigte. Dennoch gilt: „Man lebt nur zweimal“ kann man sehen, doch gehört dieser Film sicher nicht zu den einprägsamsten Bond-Klassikern. Für Japan-Liebhaber oder -Interessierte wäre der Streifen aber einen Versuch wert... und das eigenwillige Fluggerät von Q (Desmond Llewelyn) sollte man sich auch nicht entgehen lassen. PS: Auch die dreisten Aussagen über Frauen hier sollte man gesehen haben.
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