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Star Trek


Länge Unterhaltung Spannung Action Musik Erotik Anspruch Eindruck Gesamt
***** **** **** ***** **** - *** ***** 93%
 

 
Zurück in die Zukunft heißt das Motto des fantastischen elften Star-Trek-Films: mit modernster Effekttechnik zurück an den bislang ungezeigten Anfang der Geschichte. Die frisch ausgebildete Mannschaft um James T. Kirk (Chris Pine) und Spock (Zachary Quinto) begeht den Jungfernflug der U.S.S. Enterprise.

Star Trek - Die Zukunft hat begonnen


Im Jahre 2233 wird James Tiberius Kirk (Chris Pine) just an dem Tag geboren, als sein Vater George Kirk (Chris Hemsworth) für zwölf Minuten Captain der U.S.S. Kelvin wurde, bevor sie von dem angreifenden romulanischen Erztransporter Narada zerstört und George getötet wurde. James und seine Mutter können entkommen und der Junge wächst auf der Erde auf. Dort führt er ein rebellisches und nichtsnutziges Leben, bis er von Captain Christopher Pike (Bruce Greenwood) bewegt werden kann, der Akademie der Sternenflotte beizutreten.

In der Akademie flirtet James mit der hübschen und intelligenten Nyota Uhura (Zoë Saldaña), die ihn jedes Mal abblitzen lässt, und freundet sich mit dem ruppigen Dr. Leonard McCoy (Karl Urban) an, der wegen einer gescheiterten Beziehung von der Erde geflüchtet ist. Sein dritter Versuch der Angriffsimulation, Teil der Abschlussprüfung, verläuft auffällig und so wird er wegen Betrugs angeklagt.

Star Trek - Die Zukunft hat begonnen

Der Kläger ist niemand anderes als Spock (Zachary Quinto), der die Simulation programmiert hat. Spock ist mit seiner menschlichen Mutter Amanda Grayson (Winona Ryder) auf Vulkan aufgewachsen, doch als Halbblut hatte er Probleme, seine Gefühle unter Kontrolle zu halten, wie es bei den logisch veranlagten Vulkaniern üblich ist. Deswegen wurde Spock in seiner Kindheit häufig Opfer von Anfeindungen. Trotzdem wurde er an der vulkanischen Akademie für Wissenschaft angenommen, was er jedoch für die Sternenflottenakademie ablehnte.

Noch während James' Anhörung wird die Sternenflotte zur Verteidigung von Vulkan gerufen. Uhura und McCoy werden für die U.S.S. Enterprise eingeteilt. James, der suspendiert ist, wird durch einen Trick McCoys an Bord geschmuggelt. Doch schon zu Anfang des Jungfernflugs der Enterprise mischt sich der impulsive James in die Angelegenheiten von Captain Pike ein, denn er wittert eine romulanische Falle, und gerät in Konflikt mit dem nüchtern überlegenden Spock.

Tatsächlich ist es der aus der Zukunft kommende Transporter Narada unter dem Kommando von Nero (Eric Bana), der nicht nur Vulkan, sondern die gesamte Föderation der Planeten vernichten will. Unter diesen Umständen muss die junge Crew lernen, sich zu vertrauen und zusammen zu arbeiten, nicht zuletzt als Kirk zum Captain aufsteigt. Zum Glück findet Kirk einen unwahrscheinlichen Verbündeten…

Star Trek - Die Zukunft hat begonnen


"Star Trek" ist eine Frischzellenkur für das 43 Jahre, 726 Serienepisoden und 10 Kinofilme alte "Star-Trek"-Universum. Nach den dürftigen Erfolgen der letzten Filme und der letzten Serie tut dies auch Not. Mit frischen Gesichtern, modernisierten Kulissen, aktuellen Trickeffekten und satter Action beginnt darum Innovationsregisseur J.J. Abrams, der sowohl Serien- ("Alias" und "Lost") als auch Kinospezialist ("Mission: Impossible III") ist, ein würdiges neues Star-Trek-Kapitel.

Und wo setzt man einen Neustart an? Natürlich ganz am Anfang! Dieses Prinzip kennt man ja gewissermaßen seit "Batman Begins" oder "Superman Returns", die beide mehr und weniger erfolgreich eine alte Reihe wieder zu beleben versuchten. Aktuell schlägt auch "X-Men Origins: Wolverine" in eine ähnliche Kerbe. Entworfen wurde der neue "Star-Trek"-Film vom Autorendoppelgespann Alex Kurtzman und Roberto Orci, die bereits die Spielzeugzeichentrickserie "Transformers" für die große Leinwand reanimierten und aufmotzten.

Wohl auch in der Hoffnung, dass bei erfolgreicher Wiederbelebung die junge Besetzung glaubhaft in weitere Abenteuer hineinwächst (der nächste Film wird bereits für 2011 avisiert), beginnt die Zukunft von "Star Trek" beim bislang unerzählten Anfang: der Kindheit von Captain Kirk und Spock, ihrer ersten Begegnung und dem Jungfernabenteuer der legendären U.S.S. Enterprise. Dies ist selbstverständlich nicht allein Selbstzweck, sondern auch eine wirkliche Bereicherung für den "Star-Trek"-Kosmos.

Star Trek - Die Zukunft hat begonnen

Um einerseits eingeschworene Fans glücklich zu machen und um andererseits eine neue Generation, die mehr Spektakel gewohnt ist, zu begeistern, legten Abrams und die Autoren großen Wert auf den Spagat zwischen Authenzität und Generalüberholung. Mit Argusaugen wurden die recht unbekannten Schauspieler gecastet, die sowohl der Originalbesetzung (William Shatner, Leonard Nimoy, etc.) ähneln mussten, aber auch genug eigenen Charisma mitbringen sollten. Die Ähnlichkeiten sind verblüffend und die Leistungen hervorragend. Besonders Spock-Mime Zachary Quinto zieht jeden Zuschauer in seinen Bann.

Die Besetzung ist aber nur eines der Glanzlichter von „Star Trek“. Die wuchtigen Actionszenen mit Pop-Appeal wie auch der leicht humorige Unterton erinnern mehr an „Krieg der Sterne“ als an die eher technisch orientierten „Star-Trek“-Vorgänger (der Eisplanet Delta Vega erinnert sehr stark an Hoth). Doch trotz aller Kampfszenen bleibt der Film zugleich eine feine Charakterstudie, die das Zusammenwachsen unterschiedlicher Charaktere und den Kompromiss im Konflikt von Rationalität und Emotionalität beleuchtet – obgleich nicht mit der Tiefe eines klassischen Dramas.

Star Trek - Die Zukunft hat begonnen

Trotz seiner Vorzüglichkeit zeigt der Film ein paar kleinere Mängel: Negativ aufgefallen ist die in ein paar Sequenzen unnötig wackelige Kameraführung, und auch die bombastische Filmmusik mögen nicht alle Zuschauer als passend empfinden. Die computergenerierten Kreaturen auf dem Delta Vega sehen nicht überzeugend aus und die grüne Schminke Kirks Geliebter vom Orion ist sehr offensichtlich. Doch abgesehen von diesen kleinen Mängeln ist "Star Trek" nicht nur der wahrscheinlich beste Film aus dieser Reihe, sondern auch darüber hinaus einfach ein toller Film.

Star Trek - Die Zukunft hat begonnen

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Fakten
Originaltitel:
Star Trek
 
deutscher Kinostart am:
07.05.2009
 
Genre:
Science Fiction / Action
 
Regie:
Jeffrey (J. J.) Abrams
 
Dieser Film wurde bewertet von:
Martin(93%)
 
Texte:
Martin
 
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Synchronsprecher

SchauspielerSynchronsprecher
John ChoJulien Haggege
Bruce GreenwoodOliver Stritzel
Simon PeggSimon Jäger



TV-Termine

DatumUhrzeitSender
08.09.2016 ²) 03:35 Kabel 1
07.09.2016 20:15 Kabel 1
²) Sendezeiten bis 05:00 Uhr sind in der Nacht zum Folgetag.


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